Leichtathletik Marathon
Tergat gewinnt Herzschlagfinale in New York

Knapper war es beim New York-Marathon noch nie: Im Ziel hatte der Kenianer Paul Tergat am Sonntag lediglich eine Sekunde Vorsprung. Unterdessen galt für Kanutin Birgit Fischer: "Dabei sein ist alles".

Nach einem Herzschlagfinale hat der Kenianer Paul Tergat den New York-Marathon mit lediglich einer Sekunde Vorsprung gewonnen. Knapper war es in der Geschichte des "Big Apple" noch nie. Derweil ging es für die achtmalige Kanu-Olympiasiegerin Birgit Fischer bei ihrem Premierenlauf einzig und allein um das Olympische Motto "Dabei sein ist alles".

"Ich bin glücklich, auch wenn ich nicht unter fünf Stunden geblieben bin. Aber für mich ging es nur darum anzukommen", meinte die 43 Jahre alte Brandenburgerin, die mit einer 15-köpfigen Gruppe gestartet war und für die 42,195 Kilometer 5:20:18 Stunden benötigte.

Eigentlich wollte die 27-malige Kanu-Weltmeisterin nur den Beweis antreten, dass trotz einer Asthma-Erkrankung eine solche Ausdauerleistung möglich ist. "Ich hatte vorher noch nicht mehr als 20 Kilometer am Stück absolviert", meinte Birgit Fischer, die sich zuletzt mit drei Läufen pro Woche vorbereitet hatte.

Tergat und Ramaala liefern sich einen packenden Fight

Gut drei Stunden schneller war bei der 36. Auflage des "Big Apple" Paul Tergat, der nach ständigem Führungswechsel auf den letzten drei Kilometern in 2:09:30 Stunden eine Sekunde vor Südafrikas Vorjahressieger Hendrick Ramaala lag. Beide hatten sich erst auf dem Schlusskilometer vom Olympia-Zweiten Meb Keflezighi (USA) abgesetzt, der in 2:09:56 Dritter der 35 000 Läufer wurde, denen rund 2,5 Millionen Menschen entlang der Strecke zujubelten.

"Es war zu heiß, aber ich habe versucht, cool zu laufen", meinte der 36 Jahre alte Tergat, der vor zwei Jahren in Berlin in 2:04:55 Stunden Weltrekord lief und nun 100 000 Dollar Siegprämie kassierte. Der geschlagene Ramaala bestätigte dem zweimaligen 10 000-m-Olympiazweiten Tergat (1996 und 2000) im Ziel: "Er ist einer der Größten aller Zeiten. Kein anderer hat so viel Stehvermögen und am Ende auch noch so viel Speed wie er."

Fast drei Stunden schneller als Birgit Fischer war als schnellste Frau die Lettin Jelena Prokopcuka, die für ihren Sieg in 2:24:41 Stunden 130 000 Dollar kassierte. Trotz heftigen Seitenstechens, das zehn Kilometer vor dem Ziel einsetzte, wahrte sie bis ins Ziel 14 Sekunden Vorsprung auf die Kenianerin Susan Chepkemei. Dritte wurde Derartu Tulu aus Äthopien mit 40 Sekunden Rückstand auf die Siegerzeit.

© SID

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