Leichtathletik Meeting
Defar verpasst Weltrekord über 3 000 Meter

Beim Internationalen Hallenmeeting in Stuttgart hat die Äthiopierin Meseret Defar den Weltrekord über 3 000 Meter nur um 3,27 Sekunden verpasst.

Knapp verpasste Weltrekorde durch Kroatiens Hochsprung-Star Blanka Vlasic und Äthiopiens Langstrecken-Sternchen Meseret Defar sowie fünf weitere Jahres-Weltbestmarken waren die Höhepunkte beim Internationalen Leichtathletik-Hallenmeeting am Samstag in Stuttgart.

Vor 7 500 Zuschauern fehlten Äthiopiens 5 000-m-Weltmeisterin Meseret Defar über die 3000m-Distanz in 8:26,99 Minuten nur 3,27 Sekunden zur 2007 an gleicher Stelle aufgestellten Bestmarke (8:23,72). Nur hauchdünn scheiterte Vlasic in Abwesenheit von Ariane Friedrich (LG Frankfurt) nach 2,04m am Versuch, einen Zentimeter höher zu springen als die Schwedin Kajsa Bergquist vor drei Jahren beim Hallen-Weltrekord in Arnstadt (2,08). Beide verpassten jeweils eine Rekordprämie von 25 000 Dollar.

Blum siegt über 60 Meter

Die große deutsche Überraschung war Christian Blum (LAC Fürth/München) mit dem 60-m-Sieg und der Steigerung auf 6,56 Sekunden. Damit ist er vier Wochen vor der Hallen-EM in Turin Nummer zwei auf dem alten Kontinent. "Irgendwann musste der Knoten ja mal platzen", meinte Blum, der vor Kendall Stevens (USA/6,57) siegte.

Gleich zwei Jahres-Weltbestmarken gab es trotz der kurzfristigen verletzungsbedingten Absage von Kubas Olympiasieger Dayron Robles bei dem 600 000 Euro teuren Meeting über 60m Hürden. Erst egalisierten Sieger David Oliver (USA) und Jewgeni Borissow (Russland) in 7,45 Sekunden die Saisonbestzeit. Dann steigerte Hallen-Weltmeisterin Lolo Jones (USA) ihre Marke vom Halbfinale (7,93) auf 7,85.

Drei Bestmarken über 800, 1 500 und 3 000 Meter

Die weiteren Weltjahresbestmarken gingen auf das Konto dreier Afrikaner. Weltmeister Bernard Lagat (USA) lief über 3000m 7:35,41 Minuten, der Äthiopier Deresse Mekkonen 3:36,42 über 1500m und der Sudanese Ismail Ahmad Smail (Sudan) schlug in 1:45,73 gleich zwei 800-m-Olympiasieger: Den 2004 in Athen erfolgreichen Russen Juri Borsakowski in 1:45,96 und den 2008 in Peking dominanten Wilfred Bungei (Kenia) in 1:46,66.

"Vor allem im August will ich in Deutschland gewinnen - nämlich in Berlin Weltmeisterin werden", meinte die durch einen Sturz in Peking ums Olympia-Gold gekommene Lolo Jones. In ihrem Sog schafften Nadine Hildebrand (Kornwestheim-Ludwigsburg) und Carolin Nytra (Bremer LT) als Dritte in 8,08 jeweils die Norm für die Hallen-EM am ersten März-Wochenende in Turin.

Scherbarth, Straub und Ecker springen EM-Norm

Im Stabhochsprung schob sich erstmals der Leverkusener Tobias Scherbarth, mit 5,76m nun einer der drei besten Europäer des Jahres, in den Blickpunkt. Dahinter schafften auch Alexander Straub (Filztal) und Danny Ecker (Leverkusen) mit jeweils 5,70m die EM-Norm. Höhengleich mit der Brasilianerin Fabiana Murer realisierten Caroline Hingst und Anna Battke (beide Mainz) auf Platz zwei und drei mit 4,60m ebenfalls den Turin-Richtwert.

© SID

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