Leichtathletik Meeting
Dietzsch und Co. bestreiten Finale in Stuttgart

Ab heute kämpfen Franka Dietzsch und Co. beim Weltfinale in Stuttgart in 36 Disziplinen um gut drei Mill. Dollar Preisgeld. Dabei könnte im Gottlieb-Daimler-Stadion der letzte Vorhang für die Leichtathletik fallen.

14 Jahre nach der grandiosen WM in Stuttgart könnte beim Weltfinale am Wochenende das letzte Leichtathletik-Kapitel im Gottlieb-Daimler-Stadion geschrieben werden. Auf Wunsch des deutschen Meisters VfB Stuttgart soll das Rund schnellstmöglich in eine reine Fußball-Arena umgebaut werden. Rund 70 Medaillengewinner von Osaka, darunter 100-m-Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika) und Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch (Neubrandenburg), treten bei der vermeintlichen Abschiedsvorstellung in 36 Disziplinen zum Kampf um insgesamt 3,02 Mill. Dollar an.

Auch Issinbajewa und Richards am Start

Mit dabei sind auch die beiden "Golden-Girls" Jelena Issinbajewa (Russland) am Stab und Sanya Richards (USA) über 400m, die sich am vergangenen Sonntag in Berlin den Millionen-Jackpot der Golden League teilten und das Geld erst in Stuttgart ausbezahlt bekommen. Starten und siegen ist der Stabhochsprung-Weltmeisterin jedoch nicht genug: "Ich will endlich den nächsten Weltrekord." Es wäre die erste Bestmarke in Stuttgart seit 1993, als mit fünf Weltrekorden so viele wie bei keiner anderen WM aufgestellt wurden. Sie brächte Issinbajewa einen Sonderbonus von 100 000 Dollar.

"Ein Weltrekord wäre eine schöne Bestätigung, dass die Leichtathletik in Stuttgart weiter hochklassig ist, aber keine Rettung der Bahn", sagt Jürgen Scholz, Präsident des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes: "Es ist wie ein 100-m-Lauf. Wir sind auf den letzten zehn Metern und liegen hinten."

Gay verzichtet auf Duell mit Powell

Diese Situation wollte Sprint-Dreifach-Weltmeister Tyson Gay (USA) wohl vermeiden und geht deshalb der erträumten WM-Revanche mit Powell aus dem Weg. Auch die Weltmeister Jeremy Wariner (USA/400m), Bernard Lagat (USA/1 500 und 5000m) sowie Liu Xiang (China/110m Hürden) ließen sich von den Preisgeldern von 30 000 Dollar für den Sieg und 20 000 für Rang zwei sowie 12 000 für Rang drei nicht mehr locken.

Das gilt nicht für 16 von Weltmeisterin Dietzsch angeführte Deutsche, darunter sechs der sieben WM-Medaillengewinner: Christina Obergföll (Offenburg) und Steffi Nerius (Leverkusen/beide Speer), Nadine Kleinert (Magdeburg/Kugel), Robert Harting (Berlin/Diskus) sowie Danny Ecker (Leverkusen/Stab). Nur Hammer-Weltmeisterin Betty Heidler (Frankfurt/M.) fehlt wegen einer Knieverletzung.

© SID

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