Leichtathletik Meeting
Heidler gewinnt Hammerwurf-Konkurrenz in Stuttgart

Zum Auftakt des Leichtathletik-Weltfinals in Stuttgart hat Betty Heidler für einen deutschen Sieg gesorgt. Die 22-Jährige entschied die Hammerwurf-Konkurrenz mit einem Versuch auf 75,44 Meter für sich.

Toller Start für die deutschen Leichtathleten beim Weltfinale in Stuttgart: Die Hammerwerferin Betty Heidler hat die Konkurrenz mit einem Versuch auf 75,44 Meter gewonnen und wurde mit einem Preisgeld in Höhe von 30 000 Euro belohnt. Die 22-Jährige bestätigte damit trotz des enttäuschenden fünften EM-Ranges von Göteborg ihre Zugehörigkeit zur absoluten Weltklasse.

Die Zuschauer in Stuttgart wurden 13 Jahre nach der grandiosen Weltmeisterschaft mit Topleistungen verwöhnt. So streifte Chinas Olympiasieger Xiang Liu in 12,93 Sekunden seinen Weltrekord über 110m Hürden, dann sprintete Asafa Powell (Jamaika) in 9,89 Sekunden zum 13. Male in dieser Saison die 100m "unter zehn" und verfehlte seine schon dreimal gelaufene Bestmarke um 0,12 Sekunden. Beiden entging damit die Weltrekordprämie von 100 000 Dollar.

Europameisterin Steffi Nerius (Leverkusen) wurde mit 65,06m Zweite mit dem Speer, erhielt 20 000 Dollar und kann nun beim Weltcup am kommenden Wochenende in Athen erneut große Kasse machen. Als Stabhochsprung-Zweiter hinter dem Australier Paul Burgess teilte sich der EM-Zweite Tim Lobinger (Köln) mit dem ebenfalls höhengleichen Amerikaner Toby Stevenson 32 000 Dollar. Insgesamt strichen die deutschen Athleten am ersten Tag 95 000 Dollar ein. Am Sonntag sind acht weitere am Start, darunter auch Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch (Neubrandenburg).

Publikum begeistert Olympiasieger Liu

"Ein phantastisches Publikum, eine tolle Atmosphäre, das gab mir viel Zuversicht", meinte Chinas Hürden-Star Liu, der am 11. Juli in Lausanne den Weltrekord auf 12,88 gesteigert hatte. Als Zweiter steigerte sich der Kubaner Dayron Robles auf 13,00 und Ex-Weltmeister Allen Johnson (USA) blieb in einem der größten Rennen aller Zeiten trotz 13,01 nur Rang drei.

Asafa Powell, der im Mai 2005 sowie in diesem Jahr in Gateshead und Zürich in 9,77 Weltrekord gelaufen war, hat nun in Athen nicht nur die Chance, 2006 zum 14. Mal unter zehn Sekunden zu laufen - eine Serie, die noch kein anderer Sprinter je erreichte. Vor allem will er endlich unter 9,77 rennen. "Ich weiß, dass ich noch schneller laufen kann, alles ist nur eine Frage der Bedingungen und der Tagesform", meinte der 23 Jahre alte Olympiafünfte. Zweiter hinter Powell wurde in 9,91 Leonard Scott (USA).

Heidler feiert größten Erfolg der Karriere

"Mit den 30 000 Dollar werde ich in der Nähe meiner Eltern bei Berlin ein Grundstück kaufen", erklärte die EM-Fünfte Betty Heidler nach dem ersten großen Sieg und der größten Börse ihrer Karriere. Nach dem Startverzicht von Weltrekordlerin Tatjana Lysenko (77,80) ist Heidler ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Europameisterin Steffi Nerius meinte nach dem Sieg der Tschechin Barbora Spotakova, die gleich zum Auftakt 66,21m vorgelegt hatte: "Ich war sehr zuversichtlich, dass ich gewinne. Aber Barbora war heute besser."

Für weitere überragende Leistungen sorgten am ersten Tag des Kräftemessens zwei weitere Olympiasieger. Jeremy Wariner (USA) rettete in 44,02 Sekunden den 400-m-Sieg knapp vor dem Afrika-Rekord laufenden Gary Kikaja (Republik Kongo/44,10) ins Ziel. Diskus-Star Virgilijus Alekna (Litauen) lag mit 68,63m 16 Zentimeter vor dem Esten Gerd Kanter. Bei den Frauen gehörten Tatjana Lebedewa (Russland) mit 6,92m im Weitsprung und Schwedens Hochsprung-Ass Kajsa Bergqvist mit 1,98m zu den gefeierten Stars unter 14 Olympiasiegern, 17 Weltmeistern und 22 Europameistern.

© SID

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