Leichtathletik Meeting
Markus Esser träumt vom Olympiafinale

Nach deutscher Jahresbestweite beim Meeting in Leverkusen ist Hammerwerfer Markus Esser ebenso optimistisch für Olympia wie Christina Obergföll nach ihrem Speerwurf-Sieg.

Das 14. Bayer-Meeting der Leichtathleten in Leverkusen hat bei einigen deutschen Sportlern die Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden bei den Olympischen Spiele in Peking genährt. Der nur als Nachrücker für die Sommerspiele nominierte Markus Esser erzielte mit 79,97m deutsche Jahresbestweite. Christina Obergföll gewann ein großes Speerwurf-Duell mit 66,92m. Dagegen kam die Steigerung der WM-Achten Linda Stahl Leverkusen auf 66,06m und Rang drei in der Welt zu spät. Die Medizinstudentin hatte die Olympianorm um ganze zwei Zentimeter verfehlt und wurde nicht nominiert.

"Am Freitag will ich in Wattenscheid ähnlich locker werfen. Vielleicht fallen dann die 80 Meter. Und bei Olympia scheint nun doch das Finale drin", sagte Esser. "Mit einer solchen Weite komme ich sicher in den Endkampf", so der EM-Vierte und WM-Achte weiter.

Obergföll: "Mein Ziel ist eine Medaille"

Christina Obergföll, die zu Saisonbeginn 67,72m geworfen hatte, zuletzt aber keine herausragenden Weiten erzielte, war doppelt froh über ihre Steigerung zum Schluss: "Ich dachte schon, im DKB-Jackpot gehen mir 25 000 oder 50 000 Euro flöten. Aber ich habe Lindas tolle Weite gut gekontert und bleibe im Jackpot. Und nun weiß ich auch, dass ich in Peking hinten nochmal was drauf habe. Das gibt Optimismus. Mein Ziel ist eine Medaille."

Die von 62,80 auf 66,06 verbesserte Linda Stahl meinte über die späte Hochform und das verpatzte Olympia: "Das ist echt bitter, dass ich als Weltranglisten-Dritte nicht dabei bin. Aber jetzt drücke ich den anderen den Daumen, und ich selbst hoffe auf den WM-Start 2009 in Berlin und eine gute Leistung dort."

Neben Europameisterin Steffi Nerius (62,37m) hatte sich als zweite Leverkusenerin Katharina Molitor für Peking qualifiziert, war aber wie zuletzt auch diesmal mit 60,86m deutlich schwächer als Linda Stahl.

Kleinert will in Peking noch weiter stoßen

Die Olympiazweite Nadine Kleinert (Magdeburg) unterstrich ihre Medaillenambitionen als Kugelstoß-Siegerin mit 19,49m, blieb ebenso wie Obergföll im DKB-Jackpot und meinte: "In Peking geht es schon noch ein Stück weiter."

Ebenfalls deutsche Jahresbestleistung bedeuteten vor 3 000 Zuschauern die 12,82 Sekunden der für Olympia nominierten Hürdenläuferin Carolin Nytra (Bremen). Sie trat zum Finale, das die Tschechin Lucie Skrobakova in 13,00 Sekunden gewann, nicht mehr an.

In Abwesenheit der deutschen Elite gewann Kim Yoo-Suk (Südkorea) mit 5,60m den Stabhochsprung. Über 100m siegte Carlos Moore (USA) in 10,15 Sekunden. Nicht am Start waren die deutschen Sprinter, die am Freitag beim letzten Olympia-Test in Wattenscheid starten.

Winter schlägt Olympia-Starter Bayer

Im Weitsprung schlug der nicht für Olympia qualifizierte Nils Winter (Referenznetzwerk Leverkusen) mit genau acht Metern den im Peking-Team stehenden Sebastian Bayer (Leverkusen/7,92).

© SID

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