Leichtathletik Meeting
Powell bleibt bei Istaf wieder unter zehn Sekunden

Beim 65. Berliner Istaf hat sich 100-m-Weltrekordler Asafa Powell seinen 250 000-Dollar-Anteil am neu eingeführten Doppel-Jackpot gesichert. Dabei blieb Powell zum elften Mal in der Saison unter zehn Sekunden.

Für 100-m-Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika) sowie die 400-m-Stars Jeremy Wariner und Sanya Richards (beide USA) hat am Sonntag kräftig die Kasse geklingelt. Das in der Golden League unbesiegt gebliebene Trio sicherte sich vor offiziell 48 100 Zuschauern beim 65. Istaf in Berlin jeweils einen 250 000-Dollar-Anteil am neu eingeführten Doppel-Jackpot für fünf und sechs Siege.

Je 83 333 Dollar strichen für fünf Erfolge bei der elitären Meeting-Serie 10 000-m-Olympiasieger Kenenisa Bekele über 5000m, Hallen-Vize-Weltmeister Irving Saladino (Panama) im Weitsprung und 5 000-m-Weltmeisterin Tirunesh Dibaba (Äthiopien) ein.

Außerhalb des Jackpots bejubelten 48 100 Zuschauer wenigstens einen deutschen Sieg. Hierfür sorgte Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch (Neubrandenburg) mit 64,47m in der EM-Revanche gegen die Russin Darya Pischtschalnikowa (62,17). Dagegen verloren die drei angetretenen der vier deutschen Europameister von Göteborg.

Defar überspurtet Dibaba

Dibaba verlor den sechsten Sieg erst auf der Zielgeraden des Olympiastadions aus den Augen, als sie von Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Meseret Defar (ebenfalls Äthiopien/15:02,51) überspurtet wurde und in 15:02,87 Minuten Rang zwei belegte.

Die überragende Leistung zeigte Powell, der in 9,86 Sekunden zum elften Mal in einer Saison unter zehn Sekunden blieb, was vor ihm kein anderer Sprinter geschafft hat. Olympiasieger Wariner kam nach 44,26 Sekunden ins Ziel, einer Zeit die 2006 nur von ihm selbst unterboten worden ist. Für Vize-Weltmeisterin Richards wurden 49,81 gestoppt, Bekele lief 12:57,74 und Saladino sprang 8,35.

Stabhochspringer Ecker Dritter

Die beste Leistung der Veranstaltung bot der australische Stabhochspringer Steve Hooker, der mit 5,96m den zweithöchsten Sprung des Jahres in der Welt realisierte und vor Landsmann Paul Burgess (5,91) und dem Leverkusener Danny Ecker (5,81) siegte.

Niederlagen kassierten alle drei gestarteten deutschen Europameister. Steffi Nerius (Leverkusenerin) verlor die EM-Revanche mit 64,22m gegen die Göteborg-Zweite Barbora Spotakova (Tschechien/64,30). Kugelstoßer Ralf Bartels (Neubrandenburg) wurde mit 20,50 Dritter hinter Hallen-Weltmeister Reese Hoffa (USA/21,14) und Vize-Weltmeister Rutger Smith (Niederlande/20,63) und die Göteborger 10 000-m-Überraschung Jan Fitschen (Wattenscheid) landete über 3000m in 8:06,27 Minuten auf Rang sechs.

Von den 14 Europameistern beim Istaf konnten vor den letzten Entscheidungen nur Speer-Europameister Andreas Thorkildsen (Norwegen/87,43) und Belgiens Hochspringerin Tia Hellebaut (2,00) siegen.

Bolm Vierte über 100m Hürden

Auch Vize-Europameisterin Kirsten Bolm (Mannheim), die am Vortag im Olympischen Dorf von 1936 in Elstal den 50 000-Euro-Jackpot des von der Deutschen Kreditbank ausgeschütteten DKB-Cups allein kassiert hatte, belegte über 100m Hürden in 12,87 Sekunden Rang vier. Siegerin des Rennens wurde WM-Halbfinalistin Virignia Powell aus den USA in 12,72.

Die einzelnen Jackpot-Gewinnsummen des erfolgreichen Golden-League-Sextetts könnten sich indes noch reduzieren, denn Sherone Simpson aus Jamaika kann nach ihrem souveränen Berlin-Sieg in 10,92 Sekunden auf einen fünften Erfolg am "Grünen Tisch" hoffen, da der dreifachen Sydney-Olympiasiegerin Marion Jones wegen EPO-Dopings die Aberkennung ihres Paris-Sieges droht. Simpson würde nachrutschen. In der A-Probe ist Jones schon positiv getestet, die B-Probe steht noch aus.

"Es war eine großartige Saison"

"Der Jackpot war eine große Motivation für mich. Es war eine großartige Saison", meinte der 22-Jährige nach seinem Triumph. Derweil ärgerte sich Bekele über die einzige Niederlage, die er gleich zum Auftakt in Oslo kassiert hatte, bevor er Siege in Paris, Rom, Zürich, Brüssel und Berlin folgen ließ: "Leider war ich da noch nicht so richtig in Form." Und fürs nächste Jahr kündigte er an: "Dann laufe ich nicht so viele Rennen und konzentriere mich auf gute Zeiten."

© SID

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