Leichtathletik Meeting
Sobolewa läuft in Moskau zum Weltrekord

Jelena Sobolewa hat am Sonntag den ersten Weltrekord der Leichtathletik-Hallensaison aufgestellt. Bei den russischen Meisterschaften in Moskau lief sie über 1500m 3:58,05 Minuten.

Gleich zweimal konnten die Zuschauer der russischen Meisterschaften in Moskau einen neuen Weltrekord in der Halle bestaunen. Zuerst knackte Jelena Sobolewa die Bestzeit über 1500m. Die Russin gewann auf ihrer Paradestrecke in 3:58,05 Minuten und drückte ihre zwei Jahre alte Bestmarke (3:58,28) um 0,23 Sekunden. Es war der erste Weltrekord der Hallensaison. Später lief die 4x800-m-Staffel der Region Swerdlowsk 8:14,53 Minuten und steigerte die im Vorjahr erreichten 8:18,54 eines Teams aus der Region Moskau um 4,01 Sekunden.

Der Staffel gehörten neben Jewgenia Zinurowa, 800-m-Europameisterin Olga Kotljarowa sowie Maria Sawinowa und Natalja Ignatowa an. Der Freiluft-Weltrekord steht seit 1984 bei 7:50,17 und wird ebenfalls von einem russischen Team gehalten.

Das Männer-Team der Region Moskau stellte über 4x800m zudem einen Europarekord auf, als es in der Besetzung Roman Trubetski, Dmitri Bukrejew, Dmitri Bogdanow und 800-m-Olympiasieger Juri Borsakowski in 7:15,77 Europarekord lief. Nur zwei US-Quartetts waren weltweit jemals schneller. Der Weltrekord steht bei 7:13,94 Minuten.

Sobolewa: "Nach 600m dachte ich an Aufgabe"

In 1:56,49 Minuten erzielte die 25-Jahre alte Sobolewa die viertbeste Zeit, die nach den 1:55,82 Minuten der momentan dopinggesperrten Slowenin Jolanda Ceplak (2002) gelaufen wurde. "Ich weiß auch nicht, woher ich nach diesem Rennen noch die Kraft für die 1500m genommen habe", sagte Sobolewa: "Nach 600m dachte ich sogar schon an die Aufgabe."

Insgesamt gab es in Moskau vier weitere Jahres-Weltbestleistungen: Im Hochsprung durch Hallen-Weltmeister Jaroslaw Rybakow (2,38), durch Jewgenia Poljakowa über 60m (7,09), Anastassia Kapatschinskaja über 200 m (23,02) und Olessja Zykowa über 400m (51,09).

Neben den neuen Bestzeiten prägten viele knapp verpasste Weltrekorde das Wochenende. Für einen war erneut Sobolewa zuständig, die 24 Stunden vor ihrem 1 500-m-Rennen nur um 0,67 Sekunden am 800-m-Weltrekord vorbeischrammte. In 1:56,49 Minuten erzielte die 25-Jährige die viertbeste Zeit, die nach den 1:55,82 Minuten der momentan dopinggesperrten Slowenin Jolanda Ceplak (2002) gelaufen wurde.

Beim PSD-Bank-Meeting in Düsseldorf kam Kubas Olympia-Mitfavorit Dayron Robles im Hürdensprint in 7,33 Sekunden so nah an die 14 Jahre alte Bestmarke des Briten Colin Jackson (7, 30) heran wie niemand vor ihm. Kuba-Power demonstrierte vor 1 600 Zuschauern auch Dreisprung-Weltmeisterin Yargelis Savigne mit der Jahres-Weltbestleistung von 14,77m.

Bei der Generalprobe für die Hallen-WM in Valencia gab es im Palau Velodromo Luis Puig drei Jahres-Weltbestmarken. Über 60m sprintete der Nigerianer Olusoji Fasuba 6,51 Sekunden, über 1500m lief der Äthiopier Mekonnen Gebremehdin 3:36,63 Minuten. Im Weitsprung setzte Weltmeister Irving Saladino (Panama) mit 8,20m ein erstes Maß für die internationale Konkurrenz.

Bekele: "Da hat wohl ein Fenster aufgestanden"

10 000-m-Olympiasieger Kenenisa Bekele (Äthiopien) lief über 3000m in 7:36,08 Minuten klar am zehn Jahre alten Weltrekord des Kenianers Daniel Komen vorbei. Unglaublich war dabei seine Begründung: "Der Wind war das Problem. Da hat wohl ein Fenster aufgestanden. Ich spürte es ganz deutlich auf der Gegengeraden."

Zweite und Dritte wurden im Stabhochsprung die deutsche Meisterin Silke Spiegelburg (Leverkusen/4,51) und Julia Hütter (Bruchköbel/4,41). Es gewann Polens EM-Zweite Monika Pyrek (4,61).

© SID

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