Leichtathletik Olympia
Gay verpasst Rekord durch Rückenwind

Tyson Gay ist bei den US-Olympiaausscheidungen in 9,68 Sekunden die 100m schneller denn je gesprintet. Zu viel Rückenwind verhinderte jedoch einen neuen Weltrekord.

Tyson Gay ist der schnellste Mensch der Welt. In einer Replik des T-Shirts von Jesse Owens, der 1936 in Berlin im blauen Dress mit rot-weißen Querstreifen zum Olympiahelden geworden war, stürmte der Dreifach-Weltmeister bei den US-Trials in bisher noch nie gestoppten 9,68 Sekunden ins 100-m-Ziel. Sein vom Winde verwehter 100-m-Weltrekord und die Glanzzeiten der Jamaikaner bei den Olympia-Ausscheidungen von Kingston lassen erwarten, dass die Sprinterwelt im August in Peking vor neuen Höhepunkten steht.

US-Rekord im Zwischenlauf

In Eugene avancierte Tyson Gay sechs Wochen vor dem Auftakt der Sommerspiele in Peking zum schnellsten Sprinter der Geschichte. Bei zu starkem Rückenwind von 4,1m/Sekunde unterbot der 25-Jährige dabei die 9,69 Sekunden, die Obadele Thompson (Barbados) 1996 bei 5,0m/s Rückenwind erzielt hatte. Erlaubt sind für die Rekordlisten 2,0. Im Zwischenlauf war Gay am Samstag in 9,77 unter regulären Bedingungen USA-Rekord gesprintet.

"Walter Dix 9,80 und Darvis Patton 9,84 - das gibt hochinteressante Rennen bei Olympia gegen die Jamaikaner", versprach Gay, der sich kommendes Wochenende auch für die 200m qualifizieren will. Ob auch Usain Bolt das Double angeht, oder vor allem der entthronte Weltrekordler Asafa Powell Jamaikas Hoffnungen über 100m trägt, soll sich erst Anfang August entscheiden.

Am dritten Tag von Eugene waren Ex-Weltmeister Bershawn Jackson in 48,17 beim 400-m-Hürden-Erfolg über Weltmeister Kerron Clement (48,36) und Sydney-Olympiasieger Angelo Taylor (48,42), Stabhochspringer Derek Miles mit 5,80m vor dem 40 Jahre alten Jeff Hartwig und dem Weltranglisten-Ersten Brad Walker sowie Newcomer Travell Quzinley beim Weitsprungsieg mit 8,36 die großen Sieger des Tages. Auf der Strecke blieben die Olympiasieger Timothy Mack als Sechster im Stabhoch- und Dwight Pillips als Vierter im Weitsprung (8,20).

Bei den Frauen verfehlte Tiffany Ross-Williams in 54,03 Sekunden über 400m Hürden knapp die Jahres-Weltbestzeit von Lashinda Demus (53,99), die als Vierte auf der Strecke blieb.

© SID

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