Leichtathletik Olympia
Jones gibt Olympia-Medaillen zurück

Der gestürzte Leichtathletik-Star Marion Jones hat drei Tage nach dem Dopinggeständnis am vergangenen Freitag die fünf bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney gewonnenen Medaillen zurückgegeben.

Drei Tage nach ihrem Dopinggeständnis hat Marion Jones ihre fünf bei Olympia 200 in Sydney errungenen Medaillen zurückgegeben. Außerdem werden ihr laut Nationaler Anti-Doping-Agentur der USA (Usada) alle Wettkampfergebnisse seit dem 1. September 2000 aberkannt.

Jones verliert damit auch ihr 200-m-WM-Gold von 2001 sowie 100-m-WM-Silber. Zudem sperrte die Usada Jones für zwei Jahre, beginnend mit dem 8. Oktober 2007. Allerdings hatte sie bereits am Tag ihres Geständnisses ihr Karriereende verkündet.

Auch Prämien müssen zurückgezahlt werden

Zudem muss die 31-Jährige ihre vom Nationalen Olympischen Komitee der USA (Usoc) erhaltenen Prämien zurückzahlen, rund 100 000 Dollar. Wenn auch der Leichtathletik-Weltverband Iaaf seine Prämien zurückfordert, käme leicht ein hoher sechsstelliger Betrag zusammen, was Jones in Schwierigkeiten bringen dürfte. Sie erklärte jüngst, ihre einstmals verdienten Mill. seien weg.

Das Usoc forderte außerdem alle Staffelkolleginnen von Jones auf, ihre Olympiamedaillen zurückzugeben. "Wir glauben nicht, dass sie auf fairem Weg gewonnen wurden", begründete Usoc-Präsident Peter Ueberroth.

Gold ausgerechnet an Thanou?

Marion Jones hatte Dopingvergehen zwischen September 2000 und Juli 2001 eingeräumt. Bei Olympia in Sydney hatte sie Gold über 100, 200 und 4x400m sowie Bronze über 4x100m und im Weitsprung gewonnen. 100-m-Gold könnte nun ausgerechnet an die Griechin Ekaterini Thanou gehen, die wegen der Flucht vor Dopingkontrolleuren am Vorabend der Olympischen Spiele 2004 in Athen für zwei Jahre gesperrt worden war.

Schon einmal war Jones ein Titel aberkannt worden. Weil ihre Staffelkollegin Kelli White Doping bei der WM 2001 zugegeben hatte, war auch Jones das 4x100-m-Gold nachträglich aberkannt worden. Es ging an Deutschland.

Usoc entschuldigt sich

Das Usoc entschuldigte sich unterdessen bei allen 205 Mitgliedsländern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sowie bei den Menschen in Australien für den Dopingfall. Zudem erklärte Usoc-Präsident Peter Ueberroth: "Wir entschuldigen uns bei allen Athleten, denen die Siegerehrung verwehrt geblieben ist, die nicht ihre Nationalhymne hören und die Flagge ihres Landes sehen konnten."

© SID

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