Leichtathletik Olympia
"Mocki" in Peking dabei, Fitschen muss warten

In Kalifornien hat sich Langstrecklerin Sabrina Mockenhaupt das Ticket für Peking gesichert. Jan Fitschen scheiterte dagegen im ersten Anlauf an der 10.000m-Olympianorm.

Jan Fitschen muss weiter auf sein Peking-Ticket warten. Der Europameister scheiterte im ersten Anlauf an der 10 000-m-Olympianorm. Köln-Marathon-Siegerin Sabrina Mockenhaupt dagegen hat diese auf Anhieb geschafft. Die Kölnerin blieb in 31:27,05 Minuten auf Rang vier beim Leichtathletik-Sportfest auf dem Gelände der Stanford University in Palo Alto/Kalifornien deutlich unter den geforderten 31:40 Minuten.

Bestleistung reicht Fitschen nicht

Der Wattenscheider Fitschen steigerte seine Bestleistung (28: 10,94) zwar um über acht Sekunden auf 28:02,55 Minuten, lief als Zehnter jedoch 12,55 Sekunden an den geforderten 27:50,00 vorbei. "Bestzeit gelaufen, trotzdem Mist. So ein Kampf um die Norm ist im Olympiajahr leider keine Wunschveranstaltung", meinte der 31-Jährige, der am 31. Mai in Neerpelt/Belgien einen neuen Anlauf unternehmen will. Dort plant auch der Chemnitzer Ex-Europacupsieger Andre Pollmächer einen Tag vor Ende des Erfüllungszeitraums seine Normjagd.

"Keine Sekunde am Erfolg gezweifelt"

"Ich habe ein tolles Renngefühl gehabt und keine Sekunde am Erfolg gezweifelt", sagte die 27-jährige Mockenhaupt, die auch die Marathon-Norm für Peking hat, dort aber über die 25 Stadionrunden antreten will. Siegerin in Palo Alto wurde die US-Amerikanerin Shalane Flanagan im neuen US-Rekord von 30:34,49.

Bei Fitschen, der sich wie "Mocki" im Höhentrainingslager in Flagstaff auf das Rennen vorbereitet hatte, stimmte vor allem die Tagesform nicht: "Vom Training her war ich ja perfekt vorbereitet, ich habe in den letzten Monaten 100 Prozent gegeben. Mehr geht eigentlich nicht."

Dabei lief das Rennen perfekt, wie auch die Zeit des zweitplatzierten Österreichers Günther Weidlinger zeigte, der den nationalen Rekord auf 27:36,46 Minuten steigerte. Es siegte der ehemalige 5 000-m-WM-Dritte Craig Mottram (Australien/27:34,48).

Durch die 10 000-m-Norm von Mockenhaupt scheint auch klar, dass neben London-Marathon-Siegerin Irina Mikitenko (Wattenscheid) die Leverkusener Düsseldorf-Gewinnerin Melanie Kraus und die deutsche Meisterin Susanne Hahn (Saarbrücken) Deutschland in Peking über 42,195km vertreten. Marathon-Europameisterin Ulrike Maisch (Rostock) steht dagegen bislang noch ohne Norm da und hatte bis Montag noch nicht entschieden, ob sie einen weiteren Angriff unternimmt.

© SID

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