Leichtathletik Olympia
Niklaus auf Olympiakurs, Oeser in Führung

Andre Niklaus liegt bei der Mehrkampf-Olympia-Qualifikation der deutschen Leichtathleten in Ratingen auf Olympiakurs. Jennifer Oeser geht als Führende in den zweiten Tag.

Vor dem Schlusstag bei der Mehrkampf-Qualifikation der deutschen Leichtathleten in Ratingen liegt der WM-Fünfte Andre Niklaus auf Olympiakurs. Pascal Behrenbruch droht hingegen das Aus. Sowohl in der Männer- als auch in der Frauenkonkurrenz greift am Sonntag ein Quartett nach je drei Peking-Tickets.

Als Spitzenreiter gehen am Sonntag die Leverkusener EM-Vierte Jennifer Oeser (3 771 Punkte) und die Uerdinger Saisonentdeckung Michael Schrader (4 272) in den Schlusstag. Der Schützling von Ex-Weltmeister Torsten Voss strebt 8 300 Punkten entgegen und fordert Niklaus an dessen starkem zweiten Tag heraus. Oeser wird am Sonntag kaum dem Ansturm der EM-Dritten Lilli Schwarzkopf (Paderborn) stand halten, die mehr als 6 400 Punkten entgegenstrebt.

Nach ihrem 200-m-Sieg führte Oeser mit 3 771 Punkten vor der Olympiasechsten Sonja Kesselschläger (Neubrandenburg/3 744), Lilli Schwarzkopf (3 706) und Julia Mächtig (3 702), der zweiten Neubrandenburger Athletin von Bundestrainer Klaus Baarck. Alle hatten die Olympia-Norm in Götzis bereits geschafft, damals war Schwarzkopf (6 316) beste Deutsche vor Mächtig (6 282), Oeser (6 189) und Kesselschläger (6 134).

Im Zehnkampf rückte Olympia für den WM-Fünften Niklaus nach neuer Hochsprung-Bestleistung von 2,08m nach vier Disziplinen erstmals stärker in Reichweite. Während der Berliner über sich hinaus wuchs, steckte der Frankfurter Behrenbruch als saisonbester Deutscher nach schwachen 1,90m im Hochsprung mit einer Knochenabsplitterung am rechten Fuß auf. Der EM-Fünfte muss hoffen, dass seine 8 242 Punkten von Götzis am Ende für eines der drei deutschen Peking-Tickets reichen.

Streitig machen können ihm dies neben Niklaus, mit 4 163 Punkten als Sechster nicht weit zurück, zwei andere nach bereits erfüllter Norm: Der erneut stark verbesserte Michael Schrader (bisher 8 194) und der Ulmer WM-Neunte Arthur Abele (8 220), der als Vorjahressieger von Ratingen ebenfalls 8 300 Zähler in Reichweite hat.

Schrader führt vor Suarez

Schrader legte mächtig zu, führte bei Halbzeit vor dem Kubaner Leonel Suarez (4 243). Dahinter folgten der Göttinger Studenten-Weltmeister Jacob Minah (4 213), der in Götzis gescheiterte Hallenser Norman Müller mit 4 185 punktgleich mit Abele und dann Andre Niklaus, der in Götzis nach neun Disziplinen chancenlos aufgegeben hatte (4 163).

Als Siebter nach vier Disziplinen hatte Behrenbruch (3 216) keine Chance mehr und trat zum 400-m-Lauf nicht mehr an. Der Frankfurter erlitt vor drei Wochen beim Speerwurf in Götzis eine Knochenabsplitterung am rechten Fuß, die zu Trainingsausfall führte. "Es hatte keine Sinn mehr", meinte der Schützling von Trainer Jürgen Sammert.

© SID

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