Leichtathletik-Skandal
IAAF fordert zusätzliche Dopingtests von russischen Sportlern

Es war das erste Mal, dass die Leichtathletik-Föderation einen nationalen Verband komplett suspendierte. Nach den Doping-Vorwürfen ist der Weg zurück für Russlands Athleten schwer. Die Bedingungen der IAAF sind hart.

Monte CarloRusslands suspendierter Leichtathletik-Verband muss vor einer Rückkehr in die internationalen Arenen harte Kriterien erfüllen. Nach der möglichen Wiederaufnahme in den Weltverband IAAF sind die russischen Athleten zu „mindestens drei unangekündigten Tests außerhalb von Wettkämpfen“ verpflichtet, heißt es in einer IAAF-Mitteilung vom Freitag. Diese Kontrollen müssten innerhalb von sechs Monaten vor dem Start bei internationalen Wettkämpfen erfolgen.

So lange die russische Anti-Doping-Agentur Rusada suspendiert ist, wird die IAAF das Testprogramm für die russischen Top-Athleten organisieren. Die Proben sollen dann außerhalb des Landes analysiert werden. Bei einem ersten Besuch in Moskau will sich eine Task Force des Weltverbands im Januar von den Fortschritten überzeugen.

„Die Bedingungen, die wir verkündet haben, lassen keinen Raum für Zweifel“, sagte IAAF-Präsident Sebastian Coe. Russland müsse „nachprüfbare Veränderungen“ demonstrieren. Dafür gebe es keinen Zeitplan.

Das IAAF-Council hatte die Gesamtrussische Leichtathletik-Föderation (WFLA) am 13. November vorläufig aus dem Weltverband ausgeschlossen. Moskau darf bis auf Weiteres keine Sportler zu internationalen Veranstaltungen schicken. Nie zuvor hatte die IAAF einen nationalen Verband komplett suspendiert.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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