Leichtathletik Verband
Iaaf plant strikten Sparkurs

Die Finanzlage beim Leichtathletik-Weltverband bleibt weiterhin angespannt. Deshalb will die Iaaf weiterhin einen strikten Sparkurs fahren. Bankrott-Gefahr besteht offenbar nicht.

Die Finanzlage beim Leichtathletik-Weltverband bleibt trotz leichter Entspannung dramatisch. "Wir fahren weiter einen strikten Sparkurs, doch es besteht keine Bankrott-Gefahr", sagte der Stellvertretende Generalsekretär Nick Davies am Freitag in Monte Carlo.

Laut Schatzmeister Jean Poczubut (Frankreich) werden die angegriffenen Reserven von ehemals 50 Mill. Euro bis 2015 wieder auf über 36 Mill. ansteigen. 2010 entstand bei rund 31,7 Mill. Einnahmen und 38,8 Mill. Ausgaben eine Finanzierungslücke von 7,1 Mill. Euro. 2011 werden es laut Davies 4,4 bis 5,1 Mill. Euro sein.

Die Situation hat sich durch die Präsentation des Titelsponsors (Samsung) für die 2010 eingeführte Diamond League gebessert. Doch laut Davies gibt es noch Sorgen um Fernsehverträge, nachdem die Iaaf davon abgewichen war, einen Globalvertrag mit der European Broadcasting Union (EBU) zu schließen. "Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien sind Schlüsselländer, bisher sind noch keine Kontrakte unterzeichnet. Aber wir sind weiter zuversichtlich", sagte Davies.

Vor der Ehrung der Welt-Leichtathleten 2010 am Sonntag im Fürstentum will die Iaaf am Samstag die WM 2015 vergeben. Nach dem Rückzug von London ist Peking einziger Bewerber. 2011 findet die WM in Daegu/Südkorea statt, 2013 in Moskau.

© SID

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