Leichtathletik Weltcup
Weltcup-Trophäen an Europa und Russland

Europas Männer und die Frauen Russlands haben den Leichtathletik-Weltcup in Athen gewonnen. Zum ersten Mal war kein deutsches Team am Start, doch sorgten drei deutsche Athleten für Siege der europäischen Mannschaften.

Europas Männer und Russlands Frauen als Titelverteidiger angetretenen Frauen haben in Athen jeweils zum zweiten Mal den Leichtathletik-Weltcup gewonnen. Die Russinnen setzten sich mit 137 Zählern vor der Europa-Auswahl (128) mit den deutschen Einzelsiegerinnen Steffi Nerius (Speer/Leverkusen) und Franka Dietzsch (Diskus/Neubrandenburg) durch. Auf Platz drei kam das Amerika-Team (117).

Europas Männer-Team mit Einzelsieger Ralf Bartels (Kugel/Neubrandenburg) behauptete sich mit 140 Zählern vor den USA (136) und Titelverteidiger Afrika (116). Die Afrikaner hatten die letzten vier Weltcup-Auflagen für sich entschieden.

Erstmals kein deutsches Team am Start

2006 war erstmals keine deutsche Männer- oder Frauenmannschaft vertreten, weil die DLV-Teams beim Europacup nur enttäuschende Ergebnisse (Frauen Fünfte und Männer Achte) erzielt hatten.

Der Leverkusener Speerwurf-Europameisterin Steffi Nerius reichte die schwächste Saisonleistung (63,37) zur größten Börse der Karriere. Ralf Bartels setzte die Konkurrenz wie beim EM-Sieg mit der letzten Kugel matt (20,67m) und Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch (beide Neubrandenburg) feierte ihr 25-jähriges Werfer-Jubiläum und 66,07m.

Am Schlusstag wurde Chinas Olympiasieger und Weltrekordler Liu Xiang (12,88) im 110-m-Hürden-Duell entzaubert. "Der Starter war sehr schnell", war der Kommentar des Enttäuschten nach 13,03 gegen den in 12,96 auftrumpfenden Altmeister Allen Johnson (USA/35). Überraschend verlor Äthiopiens 10 000-m-Olympiasieger Kenenisa Bekele über 3000m gegen den Australier Craig Mottram (7:32,19). Zwei schafften das Einzelstrecken-Double: Nach den 5000m feierte Katars 3 000-m-Hindernis-Weltrekordler Saif Saaeed Shaheen in 8:19,09 den 24. Sieg in Serie auf seiner Spezialstrecke und Sanya Richards (USA) ließ grandiosen 48,70 Sekunden über 400m 22,23 über 200m folgen.

Höhepunkte durch US-Amerikaner

Am ersten Tag hatte Tyson Gay (USA) nach seinen famosen 19,68 über 200m beim Stuttgarter Weltfinale die 100m in 9,88 gewonnen. Jamaikas Weltrekordler Asafa Powell, der nur Staffel laufen wollte, wurde beim 4x100-m-Malheur des Amerika-Teams zum Zuschauern verurteilt. Jahres-Weltbestzeit wie Richards liefen in der Sprintstaffel auch die USA-Männer in 37,59 und die Amerika-Auswahl der Frauen in 42,26 Sekunden sowie bei den Frauen das 4x400-m-Quartett Amerikas (3:19,84). Weit weg von 100 000 Dollar Weltrekordprämie war Russlands Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa (4,60m).

Die Serie der positiven deutschen Überraschungen setzte auch Martina Strutz (Schwerin) am Stab fort, die sich als EM-Fünfte für das Europa-Team qualifiziert hatte. Mit 4,40m "staubte" sie ihre erste vierstellige Börse ab. Ebenfalls Rang vier und 7 000 Dollar als bisher höchstes Preisgeld kassierte 10 000-m-Europameister Jan Fitschen (Wattenscheid/5000m) nach 13:45,28 Minuten. Auf der gleichen Distanz gab es 3 000 Dollar durch Rang sechste in 15:34,61 für die Cross-EM-Zweite Sabrina Mockenhaupt (Köln/5000m) und 1 500 Dollar erhielt 400-m-Meister Kamghe Gaba (Frankfurt), als Fünfter mit Europas 4x400-m-Team.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%