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Leichtathletik-Weltfinale bis 2008 in Stuttgart

Fünf Tage vor dem Beginn der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Helsinki hat der Weltverband Iaaf der Stadt Stuttgart den Zuschlag zur Ausrichtung des Weltfinals bis zum Jahr 2008 gegeben.

Deutschland hat fünf Tage vor dem Auftakt der 10. Weltmeisterschaft in Helsinki bereits seinen ersten großen Sieg gefeiert. Der Council des Leichathletik-Weltverbandes Iaaf hat der Stadt Stuttgart jetzt den Zuschlag zur Ausrichtung des Weltfinals für die Jahre 2006 bis 2008 gegeben. Es soll im kommenden Jahr am 9./10. September stattfinden. Eine Woche später wird der Weltcup in Athen ausgetragen.

"Die Entscheidung fiel einstimmig. Stuttgart hatte eine sehr gute Bewerbung. Im Hintergrund stand auch der hervorragende Eindruck, den Stuttgart 1993 bei der Ausrichtung der WM hinterlassen hatte", erklärte Prof. Helmut Digel (Tübingen), Vizepräsident des Weltverbandes. Digel: "Damit ist es auch möglich, das Gottlieb-Daimler-Stadion als Leichtathletik-Wettkampfstätte zu erhalten. Zudem eignet sich diese Veranstaltung gut, um die Promotion für die Leichtathletik-WM 2009 in Berlin zu unterstützen."

Stadionsanierung kostet rund 150 000 Euro

Stuttgart entschloss sich zur Kandidatur für das Weltfinale, das drei Jahre lang in Monte Carlo unter wenig Publikumsresonanz litt, nachdem seine Bewerbung um den Weltcup 2006 im Stadtrat wegen des zu erwartenden Defizits von zwei Mill. Euro gescheitert war. Neben der Erneuerung der Laufbahn im Stadion müssen laut Oberbürgermeister Wolfgang Schuster noch "leichtathletikspezifische Sanierungen" vorgenommen werden. Kostenpunkt für alle Maßnahmen zusammen: rund 150 000 Euro.

Noch im Februar dieses Jahres hatte der Gemeindrat der baden-württembergischen Landeshauptstadt die Bewerbung für den Leichtathletik-Weltcup wegen eines zu erwartenden Defizits in Höhe von zwei Mill. Euro gestoppt.

Beim Iaaf-Kongress kommt es am Mittwoch und Donnerstag in Helsinki zu einer Nachwahl im Council, weil eine Frau zusätzlich aufgenommen wird. Entschieden werden soll über rund 300 Anträge, auch im Bereich Doping. Unter anderem soll die Fehlstart-Regel erneut geändert werden. Die Iaaf selbst hat den Antrag eingebracht, dass künftig schon der erste Fehlstart zum Ausschluss des verursachenden Athleten führen soll.

© SID

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