Leichtathletik WM
Bekele schreibt Geschichte, Dibabas unschlagbar

Kenenisa Bekele schrieb bei der 36. Cross-WM mit seinem sechsten Langstrecken-Gold Geschichte. Tirunesh Dibaba hat sich in Edinburgh über die 7 900-m-Strecke den Titel gesichert.

Freude im Hause Dibaba: Äthiopiens Leichtathletin Tirunesh Dibaba hat dank eines Sturmlaufs in der Schlussrunde bei der 36. Cross-WM im schottischen Edinburgh den Titel gewonnen und einen Triumph der Dibaba-Familie perfekt gemacht. Die 10 000-m-Weltmeisterin siegte in Abwesenheit von Titelverteidigerin Lornah Kiplagat (Niederlande) auf der 7 900-m-Strecke in 25:10 Minuten und verwies ihre Teamkollegin Mestawet Tufa (25:15) sowie Kenias Linet Masai (25:18) auf die Plätze. Nur eine Stunde zuvor hatte Dibabas jüngere Schwester Genzebe in 19:59 das Rennen der Juniorinnen (6000m) gewonnen. Junioren-Sieger (7 900 m/22:38) wurde Ibrahim Jeilan. Für Kenia als zweite große Crosslauf-Nation blieben nur Mannschaft-Gold bei Männern und Junioren.

Bekele schreibt Geschichte

Äthiopiens Ausnahmeläufer Kenenisa Bekele hat Geschichte geschrieben und als erster Athlet sein sechstes Langstrecken-Gold gewonnen. Der 25-Jährige, der im Vorjahr in Mombasa nach fünf WM-Doppelsiegen auf Mittel- und Langstrecke mit Magenproblemen ausgestiegen war, setzte sich auf der 12 100-m-Distanz in 34:38 Minuten durch. Silber holte Kenias Patrick Komon (34:41), Bronze Titelverteidiger Zersenay Tadese (Eritrea/34:43).

Susanne Hahn wird 33.

Deutschlands einzige Starterin Susanne Hahn verpasste ihr Ziel einer Top-30-Platzierung und belegte mit 1:59 Minuten Rückstand (27:09) bei ihrer vierten Teilnahme Rang 33. 2005 hatte sie als 22. ihre bislang beste Platzierung erreicht.

Beim Wettstreit von mehr als 500 Athleten aus 70 Nationen um 280 000 Dollar Preisgeld zog Bekele, der bei den Aktiven insgesamt schon elfmal Einzelgold und viermal Mannschaftsgold gewann, mit seinem Sieg an den Kenianern Paul Tergat (1995 bis 1999) und John Ngugi (1986 bis 1989 und 1992) vorbei. Sie siegten auf der Langstrecke jeweils fünfmal. Mit Tergats letztem Sieg 1999 endete auch die kenianische Dominanz im Gelände.

Dabei hatte 10 000-m-Olympiasieger Bekele auf der ersten Runde mit einem Handicap zu kämpfen, als ihm ein Konkurrent in die Hacken trat und er aus seinem Schuh rutschte. Daraufhin blieb der Äthiopier stehen, zog den Schuh wieder an und kämpfte sich zurück an die Spitze.

Inklusive der Junioren-Rennen stand Bekele seit 1999 schon 27-mal auf dem Podest. Jetzt gibt es aber pro Jahr nur noch zwei Chancen, weil seit 2007 keine Mittelstrecke mehr auf dem Programm steht. Für den Sieg kassierte er wie Dibaba 30 000 Dollar.

© SID

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