Leichtathletik WM
Deakes geht zu Gold, DLV-Staffel im Finale

Nathan Deakes hat Australien bei der Leichtathletik-WM in Osaka im 50km-Gehen die zweite Goldmedaille beschert. Die deutsche 4x100m-Staffel der Frauen steht trotz zwischenzeitlicher Disqualifikation im Finale.

Zum Auftakt des vorletzten Tages der Leichtathletik-WM in Osaka hat Nathan Deakes der australischen Mannschaft das zweite Gold beschert. In 3:43,54 Stunden siegte der 30 Jahre alte Weltrekordler (3:35:47) im 50km-Gehen vor Europameister Yohan Diniz, der in 3:44:22 die erste Osaka-Medaille für Frankreich gewann, und dem Italiener Alex Schwazer, der in 3:44:38 wie 2005 in Helsinki Bronze holte. Leer ging der russische Mitfavorit und Olympiazweite Dennis Nischegorodow als Vierter in 3:46:57 aus.

Im Kontrast zum 20km-Gehen, bei dem sechs Tage zuvor der Berliner Medaillenaspirant Andre Höhne kollabiert war, erleichterte relativ niedrige Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich 65 Prozent bei Temperaturen von knapp 30 Grad den Gehern die Strapazen auf der längsten olympischen Distanz. Deutsche Teilnehmer waren nicht am Start. 14 Geher gaben auf, neun wurden disqualifiziert.

Frauen-Staffel musste zittern

Nach Disqualifikation und erfolgreichem Protest des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), der mit sechs Medaillen bereits am drittletzten Tag sein selbst gesetztes Soll erfüllt hatte, zog die 4x100m-Staffel der Frauen wie zuvor die Männer ins Finale ein. In 43,17 Sekunden lief das Quartett mit Katja Wakan (Wattenscheid), Cathleen Tschirch (LG Weserbergland), Johanna Kedzierski (Mannheim) und U23-Europameisterin Verena Sailer (Fürth/München) in 43,17 die siebtbeste Zeit, ließ aber keine Medaillenchance erkennen. In Jahres-Weltbestzeit von 42,24 zogen zogen die USA auch ohne 200m-Weltmeisterin Allyson Felix vor Jamaika (42,70), das 100m-Siegerin Veronica Campbell schonte, ins Finale am Sonntag ein.

Der Zehnkampf spitzt sich nach dem Ausscheiden von Mitfavorit Andrej Krautschanka (Weißrussland) nach zwei 100m-Fehlstarts und Weltmeister Bryan Clay (USA) nach Muskelverletzung auf ein Duell zwischen Olympiasieger und Weltrekordler Roman Sebrle (Tschechien) und dem über sich hinaus wachsenden Maurice Smith aus Jamaika zu. Dieser führt vor der achten Disziplin mit 6 431 Punkten und steuert einem Resultat von über 8 600 Zählern zu.

Hervorragend schlägt sich das DLV-Trio, das auf den Plätzen sieben bis neun noch im Bereich der persönlichen Bestmarken liegt. Knapp über dem Soll liegt Norman Müller (Halle/Saale) mit 5 580 Punkten, gefolgt von Hallen-Weltmeister Andre Niklaus (Berlin/5 852), der 62 Punkte unter dem Niveau seiner Bestleistung von 8 340 Punkten liegt, sowie Arthur Abele (Ulm/5 807), der ebenfalls über 8 200 ansteuert.

© SID

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