Leichtathletik WM
Stephane Franke: Verdacht auf Urkundenfälschung

Berlins Scheitern bei der Vergabe der Leichtathletik-WM 2005 hat ein gerichtliches Nachspiel. Stephane Franke, früherer Istaf-Direktor in Berlin, muss sich vor Gericht gegen den Vorwurf der Urkundenfälschung verteidigen.

Das Scheitern von Berlin bei der Vergabe der Leichtathletik-WM 2005 beschäftigt die Justiz. Stephane Franke, früherer Direktor des Internationalen Stadionfestes (Istaf) in Berlin, steht ab Dienstag (6. Juni) wegen Urkundenfälschung vor dem Amtsgericht Tiergarten in Berlin. Das bestätigte der frühere Langstreckenläufer dem Berliner Tagesspiegel, wies die Vorwürfe aber zugleich zurück. Am Donnerstag wollte er sich nicht äußern.

Hintergrund ist ein ominöses Fax, das am 11. April 2002 mit dem Briefkopf des Istaf aus dessen Geschäftsstelle nach Nairobi verschickt wurde, wo der Leichtathletik-Weltverband Iaaf drei Tage später über die Vergabe der WM 2005 entschied. In dem an alle Iaaf-Delegierten gerichteten Schreiben wurde mangelnde Unterstützung für das Golden-League-Meeting durch Wirtschaft und Politik angeprangert und der wenige Stunden später eingereichte Insolvenzantrag angekündigt. Das Istaf war mit über einer Million Euro verschuldet. Die WM-Bewerbung der Stadt scheiterte, Helsinki erhielt den Zuschlag.

Franke steht in Verdacht, Absender des Faxes gewesen zu sein, das mit der Unterschrift des damaligen Geschäftsführers Jürgen Demmel versehen war, der jedoch heftig dementierte. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) stellte daraufhin wegen Urkundenfälschung Strafanzeige gegen Unbekannt.

© SID

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