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Leichtathletik-WM wegen Unwetter unterbrochen

Wegen eines Unwetters mit Blitz, Donner und Wolkenbrüchen ist am Dienstagabend der vierte Wettkampf-Tag der Leichtathletik-WM in Helsinki unterbrochen worden. Mehrere Wettbewerbe mussten zudem vertagt werden.

Bei der Leichtathletik-WM in Helsinki hat ein gewaltiges Unwetter mit Blitz, Donner und Wolkenbrüchen zu einer Wettkampf-Unterbrechung und sogar ersten Verschiebungen geführt. Davon betroffen war auch ein deutsches Quartett. Das Diskusfinale der Frauen, das um 17.35 Uhr Mesz mit Medaillenkandidatin Franka Dietzsch (Neubrandenburg) beginnen sollte, wird nun am Donnerstagabend (19.00 Uhr Mesz) ausgetragen.

Unger, Ernst und Friedek müssen Mittwoch ran

Am Mittwoch müssen drei Männer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) unplanmäßig ran. Die 200-m-Zwischenläufe mit dem Kornwestheimer Tobias Unger und Sebastian Ernst (Schalke) finden um 12.45 Uhr Mesz statt, ehe am Abend das Halbfinale vorgesehen ist. Das Finale folgt am Donnerstag. Die Qualifikation der Dreispringer mit Ex-Weltmeister Charles Friedek (Leverkusen) ist am Mittwoch für 10.15 Uhr Mesz geplant.

Gegen 17.40 Uhr Mesz wurden die Wettbewerbe im Olympiastadion von 1952 nach sintflutartigen Regenfällen abgebrochen, auch nach rund einer Stunde war noch keine Besserung in Sicht. Im Gegenteil: Der Himmel verdunkelte sich, ein Feuerwerk an Blitzen entlud sich in der Atmosphäre. Zu diesem Zeitpunkt verharrten die Athleten, darunter auch Diskuswerferin Franka Dietzsch (Neubrandenburg), die gerade ihr Finale beginnen wollte, in den Katakomben des weiten Runds.

Schon früher Wetterkapriolen in Helsinki

"Gegen Naturgewalten kann man sich nicht versichern", sagte Helmut Digel, Vizepräsident des Leichtathletik-Weltverbandes Iaaf. Dem Tübinger Digel sind Wetterkapriolen in Helsinki nicht neu. Auch bei der ersten WM vor 22 Jahren hatte es eine Verschiebung wegen Regens gegeben. Damals fiel die Qualifikation der Stabhochspringer aus, alle Aktiven waren zum Finale zugelassen. Gold ging damals an den "König der Lüfte", den Ukrainer Sergej Bubka.

Glücklicherweise gaben die Organisatoren nach rund eineinhalbstündiger Unterbrechung wieder grünes Licht. Ein kompletter Ausfall hätte die Planer vor große Probleme gestellt, denn, so Digel, "der Plan wurde so ausgeklügelt, damit Sportler auch Doppelstarts absolvieren können."

© SID

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