Leipheimer abgeschlagen
T-Mobile Profi Gontschar gewinnt Zeitfahren

Das erste große Zeitfahren der 93. Tour de France hat T-Mobile-Profi Sergej Gontschar souverän für sich entschieden. Während der Tour-Mitfavorit Levi Leipheimer im Kampf gegen die Uhr geradezu deklassiert wurde, belegte Sebastian Lang aus dem Team Gerolsteiner überraschend den dritten Rang.

T-Mobile-Profi Sergej Gontschar hat das Zeitfahren der siebten Tour-Etappe in Rennes für sich entschieden und damit das Gelbe Trikot des Gesamtersten übernommen. Der Zeitfahr-Weltmeister von 2000 setzte sich über 52km von Saint-Gregoire nach Rennes in 1:01:43 Minuten klar vor dem Amerikaner Floyd Landis durch, der 1:01 Minuten langsamer war. Dritter wurde der deutsche Zeitfahrmeister Sebastian Lang mit einem Rückstand von 1:04 Minuten, Patrik Sinkewitz (T-Mobile) belegte 1:39 Minuten zurück den sechsten Platz.

Der vierte Platz des Australiers Michael Rogers (1:24 zurück) und Rang acht von Andreas Klöden (1:43) komplettierten das starke Resultat der Magenta-Mannschaft. Rogers liegt damit im Gesamtklassement auf dem dritten, Sinkewitz auf dem vierten Platz. "Das ist ein tolles Ergebnis. Vor allem das Gelbe Trikot wird der Mannschaft Moral geben", freute sich T-Mobile-Sportchef Mario Kummer. Zuletzt hatte Erik Zabel 2002 für den Bonner Rennstall Gelb getragen.

Klöden schon Sechster

Besonders glücklich wirkte Sinkewitz. "Das war mein bestes Zeitfahren überhaupt. Ich habe mich im Rennen sehr gut gefühlt und bin nun auch guter Hoffnung für die ersten Bergetappen", sagte der Hesse. Auch Klöden zeigte sich zufrieden: "Ich merke, dass meine Form weiter ansteigt und hoffe, dass ich meine beste Leistung in den Bergen abrufen kann", so der Tour-Zweite von 2004, der im Gesamtklassement nun Sechster ist.

Leipheimer enttäuscht

Zwischen Sinkewitz und Klöden liegt in Gerolsteiner-Fahrer Markus Fothen (Kaarst) ein weiterer Deutscher auf Rang fünf. Der U23-Zeitfahr-Weltmeister von 2003 hatte als Tagessiebter 1:42 Minuten auf Gontschar verloren. Enttäuschend war indes das Abschneiden von Gerolsteiner-Kapitän Levi Leipheimer (USA). Der Tour-Sechste des vergangenen Jahres hatte im Ziel 6:06 Minuten Rückstand zur Spitze und könnte damit schon aus dem Kreis der Top-Favoriten ausgeschieden sein.

Gerolsteiners sportlicher Leiter Christian Henn war ratlos: "Es gab am Morgen keine Anzeichen, dass etwas mit ihm sein könnte. Aber schon bei der ersten Zwischenzeit war zu sehen, dass es nicht sein Tag ist", so der 42-Jährige: "Trotzdem würde ich Levi noch nicht abschreiben, denn in den Bergen kann alles schon wieder ganz anders aussehen."

Viel besser lief es dagegen bei Leipheimers Teamkollege Lang, der sich seine Kräfte offenbar sehr gut eingeteilt hatte. So konnte der deutsche Zeitfahrmeister auf der zweiten Streckenhälfte noch einmal zulegen und fast allen Konkurrenten deutlich Zeit abnehmen. "Ich habe schnell den Rhythmus gefunden und bin gut durch das Rennen gekommen. Dabei war ich mir vorher gar nicht sicher, was ich drauf habe, denn in den letzten Tagen musste ich viel arbeiten, um die Sprints anzufahren", sagte der 26-Jährige.

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