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Lemgo bleibt Tabellenführer - Magdeburg verliert

Der TBV Lemgo bleibt auch nach den Wochenendspielen der Handball-Bundesliga erster Tabellenführer. Grund zum Jubel hatte auch die SG Kronau/Östringen: Der Aufsteiger freute sich über einen Sieg und einen Zuschauerrekord.

Auch nach den Sonntagsspielen heißt der erste Tabellenführer in der 29. Saison der Handball-Bundesliga TBV Lemgo. Die Ostwestfalen hatten bereits am Freitag das Eröffnungsspiel beim Wilhelmshavener HV mit 34:25 gewonnen und damit den höchsten Startsieg in den bislang acht Begegnungen der "besten Liga der Welt" verbucht. Jubel herrschte aber auch bei den siegreichen Aufsteigern SG Kronau/Östringen (30:27 gegen Ex-Meister TV Großwallstadt), MT Melsungen (23:20 gegen VfL Pfullingen) und bei Frisch Auf Göppingen. Dabei durfte sich die Spielgemeinschaft nicht nur über den Sieg gegen Großwallstadt sondern auch über einen vereinseigenen Zuschauerrekord mit 11 000 Fans in der neuen SAP-Arena in Mannheim freuen.

Altmeister Göppingen erlebt nach Jahren der Zweitklassigkeit und Abstiegsangst eine Renaissance. Dem Traditionsverein um die Idole Bernhard Kempa und Horst Singer gelang mit dem 33:26-Coup gegen Geheimtipp HSV Hamburg ein Traumstart in die Saison 2005/2 006.

Und Trainer Velimir Petkovic lässt den Europapokalsieger von 1960 und 1962 und elfmaligen deutschen Meister nach Platz acht in der vergangenen Spielzeit, der Teilnahme am Final Four und dem erstmaligen Einzug in die Europacup seit 1973 von hohen Zielen träumen. "Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenlob für dieses fantastische Kampfspiel trotz der Personalnot zollen", sagte der 48-jährige Serbe.

Fitzek über HSV-Pleite maßlos enttäuscht

Sein HSV-Kollege Christian Fitzek, der Frisch Auf 1999/2000 in die Bundesliga führte und im Dezember 2003 entlassen wurde, war nach dem Fehlstart indes restlos bedient. "Ich bin von meiner Mannschaft maßlos enttäuscht. Sie hat ihr Leistungspotenzial nicht abgerufen", meinte Fitzek nach der verpatzten Generalprobe für das erste Heimspiel am Dienstag gegen den deutschen Meister THW Kiel. Die Spitzenpartie des ersten Spieltages zwischen dem THW und Supercup-Sieger SG Flensburg-Handewitt war auf den 24. September verschoben worden.

Eine einzige Enttäuschung im HSV-Team war Pascal Hens (2 Tore). Der 88-malige Nationalspieler wurde in der zweiten Halbzeit auf die Ersatzbank verbannt. Auch die französischen Weltklassespieler, die Brüder Bertrand und Guillaume Gille, und die Torhüter Goran Stojanovic und Henning Wiechers hatten einen schlechten Tag erwischt. Dagegen lief der Tscheche Martin Galia im Frisch-Auf-Tor zur Hochform auf, hielt 21 Bälle und zwei Siebenmeter und wurde von den 3 600 Zuschauern gefeiert.

Wetzlar überrascht gegen Magdeburg

Für eine große Überraschung sorgte unterdessen die HSG D/M Wetzlar, die sich mit 35:34 gegen den Titel-Mitfavoriten SC Magdeburg durchsetzte. Überragender Spieler war Wetzlars Alexis Alvanos, der insgesamt zwölf Treffer und mit der Schlusssirene auch das Siegtor erzielte. Nur fünf Sekunden zuvor hatte der SCM durch Karol Bielecki für den SCM ausgeglichen.

Der TBV Lemgo fegte derweil den Wilhelmshavener HV förmlich aus der Nordeseehalle. Der von Otmar St. Gallen verpflichtete tschechische Nationalspieler Filip Jicha gab mit sieben Treffern einen guten Einstand, Florian Kehrmann und Daniel Stephan trafen je sechsmal.

Aufsteiger SG Kronau/Östringen bescherte seinem neuen Coach Juri Schewzow einen Einstand nach Maß gegen Großwallstadt, das mit Michael Roth ebenfalls auf einen neuen Coach setzt. Kronaus hochkarätige Neuzugänge Oleg Velyky (8), Andrej Klimovets (5) und Andrej Siniak (2) erzielten allein 15 Tore.

Melsungen mit Sieg zum Einstand

Neuling MT Melsungen kaufte mit seiner Tschechen-Connection, dem ehemaligen Nationalcoach Rastislav Trtik und sieben Spielern, Pfullingen den Schneid ab. Held des Abends war Torhüter-Oldie Zoran Djordjic mit 20 gehaltenen Bällen. Pfullingen erwies sich im Angriff nicht als bundesligatauglich. "Mit 20 Toren und drei vergebenen Siebenmetern kann man in der Bundesliga nicht bestehen", kommentierte Trainer Eckard Nothdurft.

Dagegen verpasste der dritte Aufsteiger Concordia Delitzsch im ersten Bundesligaspiel seiner Klubgeschichte ein Erfolgserlebnis und verlor gegen TuS N-Lübbecke 25:28. Die HSG Nordhorn gab sich derweil auch ohne ihren Top-Torjäger Holger Glandorf (Kreuzbandanriss) keine Blöße und gewann bei der HSG Düsseldorf 33:26. Ebenso locker setzte sich Rekordmeister VfL Gummersbach mit 29: 22 bei GWD Minden-Hannover durch.

© SID

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