Letzten Entscheidungen bei Olympia stehen an: Deutsche Medaillenjäger auf der Zielgeraden

Letzten Entscheidungen bei Olympia stehen an
Deutsche Medaillenjäger auf der Zielgeraden

Vor den beiden letzten Tagen bei Olympia herrscht im deutschen Lager äußerst positive Stimmung. Die innerdeutschen Zielvorsetzungen sind bereits erfüllt worden, alles andere ist jetzt nur noch Zugabe.

HB TURIN. Eisflitzerin Claudia Pechstein, die Biathleten um Kati Wilhelm und Sven Fischer sowie Bob-Pilot André Lange sollen beim Olympia-Schlussspurt den Gesamtsieg des deutschen Teams perfekt machen. "Wenn wir im Vergleich zur Weltspitze die Nase vorne haben, können wir zufrieden sein. Zumal wir am Wochenende noch ein paar heiße Eisen im Feuer haben", sagte NOK-Präsident Klaus Steinbach vor dem Finale mit acht Entscheidungen am Samstag und zwei am Sonntag in Turin.

Auch abseits der Loipen, Pisten und Eisbahnen gaben die deutschen Olympioniken nach Ansicht des Chefs de Mission ein gutes Bild ab. "Das ist eine Mannschaft mit hervorragenden Botschaftern unseres Landes", lobte Steinbach. Auch Thomas Bach ließ sich mitreißen von den vielen Jubelfeiern im Team. "Die Leistung kann man wirklich nur als sensationell bezeichnen", sagte der IOC-Vizepräsident. Wie sich die Mannschaft präsentiert habe, "das finde ich schon sehr bemerkenswert".

Bereits vor dem letzten Wochenende hatten die deutschen Sportler die forsche Medaillenprognose ihres "Leistungswächters" Ulrich Feldhoff auf den Punkt genau getroffen: Bis zum Freitag hatten sie 24 Medaillen (9/10/5) gesammelt. Steinbach hätte sich allerdings mitunter ein größeres Publikum für seine Asse gewünscht: "Die Stimmung hat sich im Verlauf der Spiele nicht verbessert. Man fragt sich, wie es zusammenpasst, dass die Veranstalter von 100 Prozent verkaufter Karten berichtet haben, wir aber halb leere Tribünen vorfinden."

Die erfolgreichste deutsche Wintersportlerin kann jetzt noch für einen einmaligen Triumph sorgen. Doch ausgerechnet Pechstein klagte vor dem 5000-Meter-Rennen, das sie zum vierten Mal hintereinander gewinnen könnte, über Atemwegprobleme. "Ich bin nicht hundertprozentig fit, aber ich werde 100 Prozent geben", sagte die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin aus Berlin. Die "Marathon"- Strecke hatte sie bereits 1994 in Lillehammer, 1998 in Nagano und 2002 in Salt Lake City für sich entschieden.

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