Live beim Super Bowl: Wie ich die irre Aufholjagd erlebte

Live beim Super Bowl
Wie ich die irre Aufholjagd der Patriots erlebte

Live dabei im Finale der US-Meisterschaft im American Football: Zuerst war es langweilig und dann ein unfassbarer Thriller. Eindrücke unseres Korrespondenten, der erstmals ein Football-Spiel im Stadion beobachtete.
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HoustonMeine Freunde in Amerika konnten es kaum glauben. Ich fahre zum Super Bowl nach Houston! Karten für das Endspiel um die US-Meisterschaft im Football sind auf normale Weise nicht zu bekommen. Beim Broker kosten sie je nach Sitzplatz mindestens 2000 Dollar. Super Bowl, das schaut man sich im Fernsehen an.

Nun, ich gehe als Reporter dorthin. Ich schreibe über das Spiel sowie wirtschaftliche Aspekte vom Super Bowl – es werden unglaubliche 14 Milliarden Dollar damit umgesetzt. Mit dem Sport kenne ich mich ein wenig aus, ich habe mir das Finale oft im Fernsehen angesehen. Dass mein erstes Live-Spiel gleich der Saisonhöhepunkt New England Patriots gegen Atlanta Falcons ist – das finden amerikanische Freunde höchst amüsant.

Was für eine Bedeutung das Spiel in den USA hat, merke ich in Houston. Die Stadt ist voll mit Menschen in Trikots. Die Patriots mit einem stilisierten Kopf von Captain America, die Falcons mit einem entsprechenden Greifvogel. Im George Brown Convention Center stehen die Menschen Schlange, um sich andächtig die Siegerringe der früheren Super-Bowl-Sieger anzusehen. Davon gab es bereits 50, in Houston findet Nummer LI statt – die 51 in römischen Ziffern.

Der Energiepegel ist hoch, überall skandieren und singen Fans. Aber alle sind friedlich, die Anhänger der beiden Vereine stehen einhellig nebeneinander. Auch werden im Stadion die Patriot-Fans nicht von den Anhängern der Falcons getrennt, im europäischen Fußball eine undenkbare Sache. Die Stimmung ist großartig, mit Begeisterung werden die Spieler begrüßt. Knapp 71.000 Zuschauer sind gekommen, um das Spiel zu sehen.

Wer anfängt, entscheidet eine Münze. Die wirft George H. Bush. Der frühere Präsident wird im Rollstuhl auf das Feld gefahren, die Menge applaudiert, darunter auch Vizepräsident Mike Pence, wie auf dem riesigen Bildschirm unter dem Stadiondach zu sehen ist. Eine Zeitlang sah es nicht gut um George Bush Senior aus, jetzt geht es ihm anscheinend besser.

Football im Stadion anzusehen ist meiner Meinung nach viel interessanter als im Fernsehen. Dort werden andauernd Werbespots eingeblendet, wenn das Spiel unterbrochen wird. Live sehe ich die Spieler, Trainer und Schiedsrichter, was sie tun, mit wem sie sprechen. Das Spiel ist für mich mehr im Fluss und nicht so zerhackt.

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Wie ich die irre Aufholjagd der Patriots erlebte

Seite 2:

Halbzeit: Ein Desaster für die Patriots

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Mein Besuch im Spielertunnel

Kommentare zu " Live beim Super Bowl: Wie ich die irre Aufholjagd der Patriots erlebte"

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  • Ich weiss zwar nicht was der so called Deutsche Kommentator zur Habzeit gesehen hat!
    Aber der Halbzeitstand war 3:28 !!

    Dieserr Bericht ist somit zwar sicherlich keine Luege, oder Faked but INCORRECT NEWS !

    Die Aufholjagd und der Sieg der Partiots in der EXTRA-TIME wurde bestimmt nur durch ein ein Quick-Sports-dekret von Donald Trump moeglich gemacht....t!!

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