Lob vom Chef
Krupp stolz auf Team "mit viel Charakter"

Rang neun im WM-Schlussklassement verleitete Bundestrainer Uwe Krupp zu einem großen Lob für die DEB-Auswahl. "Die Jungs haben Energie, Willen und viel Charakter gezeigt", lobte der frühere NHL-Star.

Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner ersten A-WM als Bundestrainer zog Uwe Krupp den Hut vor seiner jungen Mannschaft. "Platz neun übertrifft die meisten Erwartungen. Die Jungs haben Energie, Willen und viel Charakter gezeigt", lobte der frühere NHL-Star nach dem 6:5 (3:2, 1:2, 2:1)-Sieg gegen Weißrussland sein Team, das als Aufsteiger die WM in Russland als Neunter abschloss und nur knapp das Viertelfinale verpasste.

Auch die Spieler, mit dem Ziel Klassenerhalt angereist, waren nach dem dritten Sieg im sechsten WM-Spiel stolz auf eine grandiose Turnierleistung. "Es ist schon lange her, dass wir bei einer WM drei Spiele gewonnen haben", sagte Kapitän Daniel Kreutzer, "das ist herausragend." Zuletzt hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bei der WM 2003 in Finnland mit Platz sechs ein besseres Ergebnis erreicht.

Erster Pflichtspielsieg gegen Weißrussen

Mit dem ersten Sieg in einem Pflichtspiel gegen Weißrussland sicherte sich das junge Team nicht nur die einstellige WM-Platzierung, sondern machte auch einen weiteren Schritt Richtung Olympia 2010. Denn als neuer Weltranglistenelfter verkürzte die DEB-Auswahl den Rückstand auf den neunten Platz, der zur Direktqualifikation für Vancouver berechtigt, auf 100 Punkte. Damit hielt sie sich die Möglichkeit offen, bei der WM 2008 in Kanada noch am derzeitigen Neunten Weißrussland vorbeizuziehen.

"Es ist sehr wichtig, dass wir uns für Olympia qualifizieren", meinte der Frankfurter Michael Hackert, der neben Torjäger Michael Wolf und Verteidiger Michael Bakos als bester deutscher WM-Spieler ausgezeichnet wurde: "Denn nur so kommt Eishockey wieder hoch."

"Wir haben keine Superstars, die alles alleine machen. Bei uns kann jeder ein Spiel entscheiden", beschrieb Wolf das Erfolgsrezept der jungen Mannschaft, die mit dem sensationellen 2:0 gegen den elfmaligen Weltmeister Tschechien für den bisherigen Turnierhöhepunkt gesorgt hatte. "Diese Jungs reden nicht nur von Ehre, sie haben sie auch gezeigt", lobte DEB-Generalsekretär Franz Reindl: "Jetzt sind sie zu Recht total stolz auf sich."

© SID

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