Lob von allen Seiten
Perfekt wie eine italienische Oper

Über Turin brennt die Olympische Flamme und die Welt hat Feuer gefangen nach einer furiosen und fantastievollen Eröffnungsfeier zu den XX. Winterspielen.

HB TURIN. Etwa zwei Milliarden Menschen in 200 Ländern erlebten am Freitagabend eine Show mit Grandezza, perfekt inszeniert wie eine italienische Oper. Und im Stadio Olimpico spielte sich auch eine kleine Revolution ab: Erstmals in der über 100-jährigen Geschichte der Olympischen Spiele der Neuzeit hatten Frauen die Hauptrollen übernommen.

"Licht auf die Winterspiele", schrieb die italienische Tageszeitung "La Stampa". "Die Flamme ist eine Frau. Olympia ist eine Frau." Das Feuer entzündete die ehemalige Skilangläuferin Stefania Belmondo, die den Vorzug vor Alberto Tomba erhalten hatte. "Tomba la bomba" soll Medienberichten zu Folge deswegen ziemlich verschnupft sein. "Es gibt keine schönere Auszeichnung als die letzte Fackelläuferin zu sein: Das zählt mehr als eine dritte Goldmedaille", sagte die Piemonteserin Belmondo mit strahlenden Augen.

Das stürmisch gefeierte italienische Team wurde von Eiskunstläuferin Carolina Kostner in die Arena geführt und die Nationalhymne sang eine Bambina: Eleonora Benetti (9). Yoko Ono richtete 25 Jahre nach dem Tod von John Lennon einen Friedensappell an die Welt. Obwohl von den 115 Funktionären im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nur 14 weiblich sind, durften dieses Mal acht Frauen die Olympische Fahne in die Arena tragen. Diva Sophia Loren (71) schritt auf ihre unnachahmliche Weise voran - begleitet von Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, der Schauspielerin Susan Sarandon, der Menschenrechtlerin Somaly Mam, der Schriftstellerin Isabel Allende sowie den Olympiasiegerinnen Nawal El Moutawakel, Maria Mutola und Manuela di Centa. Eine eher traditionelle Frauenrolle spielte Supermodel Eva Herzigova, die sich beim barocken Teil des Spektakels in einer Muschel räkelte.

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