Lob von allen Seiten vor WM-Start: Ein Traum in Weiß

Lob von allen Seiten vor WM-Start
Ein Traum in Weiß

Oberstdorf zeigt sich am Tag vor der Eröffnung vor der Eröffnung der Nordischen Ski-WM dank Schnee satt von seiner schönsten Seite. Doch das Wintermärchen stellt die Veranstalter auch vor zusätzliche Probleme.

HB OBERSTDORF. Schneeberge auf Häuserdächern und an Straßenrändern, tief verschneite Wälder, Wintersportler überall - die Allgäu-Gemeinde präsentiert sich als "Traum in Weiß". 50 Zentimeter Neuschnee seit Sonntag haben die Hoffnungen auf stimmungsvolle WM-Tage geschürt, den Organisatoren aber auch zusätzliche Arbeit beschert. 90 Helfer mussten extra zum Schneeräumen beordert werden, um die Wettkampfanlagen und Parkplätze in einen WM-reifen Zustand zu versetzen. Auch die Bundeswehr ist mit Sonderkräften im Einsatz.

"Das ist wie ein Wintermärchen, einfach ein Traum", sagte Kombinierer Ronny Ackermann (Dermbach) am Dienstag nach dem Training auf der kleinen Schattenberg-Schanze. Mit seinem Lob steht der Thüringer nicht allein. Schon vor der Eröffnung sprach der Präsident des Weltverbandes FIS, Gian Franco Kasper, von einer perfekten WM. "Die Vorbereitungen waren extrem gut, da haben wir keine Bedenken. Es würde mich wundern, wenn etwas nicht funktioniert", sagte der Schweizer.

Die Oberstdorfer tun alles, um das Prädikat "Holmenkollen der Alpen" erneut zu erhalten. Wie 1987, als die weltbesten nordischen Skisportler erstmals die Gastfreundschaft des südlichsten Kur- und Erholungsortes Deutschlands genießen konnten. Damals kamen über 300 000 Zuschauer zu den Wettbewerben. Eine Zahl, die sich die Oberstdorfer auch diesmal als Ziel gesetzt haben, um den WM-Etat von 13 Mill. ? zu decken. Bis zum Dienstag waren knapp 235 000 Tickets im Vorverkauf vergriffen. Angesichts des Traumwetters und der sich abzeichnenden Erfolge deutscher Athleten in allen Disziplinen haben auch Kurzentschlossene jederzeit die Möglichkeit, die Wettkampfanlagen zu besuchen.

23 Mill. ? investierten die Oberstdorfer, um das Schattenberg-Skistadion und das Langlaufstadion zu modernen Sportstätten umzubauen. Geld, das sich auch in Zukunft auszahlen soll. "Wir wollen im nordischen Bereich bald zu den ersten drei Adressen in Europa gehören", sagte Oberstdorfs Bürgermeister Thomas Müller, der dem Organisationskomitee vorsteht. Dazu wäre ein reibungsloser WM-Ablauf eine große Hilfe. Um den zu garantieren, sind in den kommenden elf Tagen 300 Polizisten im Einsatz.

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