Lustig, freundlich, stark
Chinesin Li begeistert

Selbstironisch und weltoffen präsentiert sich Li Na bei den Australian Open - und ist zudem noch erfolgreich. Als erste Tennisspielerin aus China steht sie in einem Grand-Slam-Finale.
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MelbourneMit ihrer offenen und lustigen Art hat die Chinesin Li Na bei den Australian Open die Herzen der Fans im Sturm erobert, nur ihren Ehemann hat die 28-Jährige noch nicht im Griff. „Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, weil er geschnarcht hat“, sagte Li Na nach ihrem Halbfinal-Triumph gegen die dänische Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki am Donnerstag in Melbourne.

Als erste Chinesin überhaupt schaffte Li Na bei einem Grand-Slam-Turnier den Sprung ins Finale und sorgte damit in ihrer Heimat für riesige Euphorie. „Li Na hat Historisches geleistet“, sagte Moderator Tong Kexin im chinesischen Staatsfernsehen CCTV. „Dieses Spiel zu übertragen war wie ein Traum. Es war wie eine Fahrt mit der Achterbahn“, sagte der Reporter mit sich überschlagender Stimme. Li Na selbst hofft, dass ihre Erfolge helfen, Tennis in dem Riesenreich aus dem Schatten von Tischtennis und Badminton zu befreien. „Vielleicht denken einige Jugendliche und Kinder, wenn sie das sehen: „Wow, das können wir auch irgendwann schaffen.'“ Ihre Reise soll mit dem erstmaligen Erreichen eines Grand-Slam-Endspiels aber noch nicht vorbei sein. Am Samstag trifft sie auf die Weltranglisten-Dritte Kim Clijsters. Dass sie die Belgierin schlagen kann, bewies sie erst in der Woche vor den Australian Open beim Turnier in Sydney. Das dortige Finale gewann die Chinesin mit 7:6 (7:3), 6:3.

Überhaupt ist Li Na in diesem Jahr noch ungeschlagen, und das, obwohl ihre Karriere vor neun Jahren bereits beendet schien. Weil sie aufgrund ihrer niedrigen Ranglisten-Position nur bei bedeutungslosen Challenger-Turnieren spielen konnte, verlor die Asiatin die Lust und legte den Schläger in die Ecke.

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