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Magdalena Malejewa tritt zurück

Die "Malejewa-Ära" im Damen-Tennis ist Geschichte. Magdalena Malejewa hat elf Jahre nach dem Rücktritt ihrer Schwester Manuela und acht Jahre nach dem Karriereende von Katerina auch das Racket an den Nagel gehängt.

Nach 16 Jahren auf der WTA-Tour hat Magdalena Malejewa den Schlussstrich unter ihre Tennis-Karriere gezogen. Der Rücktritt der 30 Jahre alten Bulgarin hat gleichzeitig das Ende der "Malejewa-Ära" eingeläutet. Die beiden älteren Schwestern von Malejewa, Manuela und Katerina, hatten sich bereits vor elf und acht Jahren vom weißen Sport zurückgezogen.

Die 23-jährige Familien-Saga endete am Mittwochabend beim WTA-Turnier in Zürich im Achtelfinale. Mit einer Zweisatz-Niederlage gegen Lokalmatadorin Patty Schnyder verabschiedete sich das "Nesthäkchen" der Familie von der WTA-Tour, auf der sie 1989 wenige Tage nach ihrem 14. Geburtstag am 1. April ihr Profi-Debüt gegeben hatte. Zusammen mit ihren heute 36- und 38-jährigen Schwestern Katerina und Manuela hat das von Mutter Julia Berberian-Malejewa trainierte Trio Tennis-Geschichte geschrieben.

Zehn WTA-Titel gewonnen

"Was unsere Mutter geleistet hat, war wirklich unglaublich. Aber am Anfang haben wir das gar nicht realisiert", sagte Magdalena Malejewa in Zürich, wo sie 1994 einen ihrer insgesamt zehn WTA-Titel gewann. Alle drei hatten während ihrer Karrieren den Sprung in die "Top 10" der Weltrangliste geschafft, in der sie 1993 hintereinander auf den Rängen 11, zwölf und 13 geführt wurden.

Bei den French Open 1990 stand das "Dreigestirn" als erstes Geschwister-Trio im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers, drei Jahre später waren sie bei den Australian und French Open jeweils gesetzt. 1994 erreichten die Schwestern gemeinsam das Achtelfinale der US Open.

Ihren "schwärzesten Tag" erlebte Magdalena Malejewa am 30. April 1993 beim Hamburger Viertelfinal-Match gegen Monica Seles, die während einer Spielpause von einem gesitig verwirrten Steffi-Graf-Fan niedergestochen wurde. Persönlich Probleme hatte sie 1998, als eine elfmonatige Verletzungspause das Karriere-Ende zu bedeuten schien.

Die dreimalige Kreml-Cup-Siegerin, die im vergangenen Jahr geheiratet hat, gönnt sich nun zunächst eine längere Ruhepause. Danach will sich die dreimalige Olympia-Teilnehmerin beruflich orientieren.

"Wir haben zwei Modegeschäfte in Sofia und Mazedonien. Außerdem betreibe ich mit meinen Schwestern eine Tennishalle in Sofia", sagte die bulgarische Fedcup-Kapitänin, die möglicherweise in die Trainer-Fußstapfen ihrer Mutter treten will. Julia Malejewa hatte hatte vor Manuelas Profi-Debüt 1982, deren Beispiel Katerina zwei Jahre später folgte, neunmal die bulgarische Tennis-Meisterschaft gewonnen.

© SID

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