Magdalena Neuner im Interview
„Ich zeige auch die Frau in mir“

Biathlon-Olympiasiegerin Magdalena Neuner spricht im Interview über Motivationsprobleme, Knobeleien, mögliche Olympische Winterspiele 2018 in München sowie Fotos in Dessous und für den Playboy.
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Frage: Frau Neuner, Sie mussten den Saisonauftakt der Biathleten wegen einer Erkältung absagen. Jetzt wollen Sie in Hochfilzen starten. Glauben Sie, dass Sie der verspätete Einstieg in die Saison beeinträchtigt?

Magdalena Neuner: Es ist schon komisch, aber ich werde jedes Jahr kurz vor dem Saisonstart krank. Ich hätte mir schon gewünscht, dass es dieses Jahr einmal anders gelaufen wäre. Aber trotzdem schaffe ich es, von Anfang Januar an und speziell beim Saisonhöhepunkt in Form zu sein.

Sie haben auch mal über Ihren Sport gestöhnt. Wollten Sie mal ganz aufhören?

Nicht ernsthaft, dafür bin ich noch zu jung. Trotzdem hatte ich den Gedanken: Ich muss ganz schön kämpfen, um mich wieder zu motivieren. Aber das ist normal, der Skifahrerin Maria Riesch ging es genauso. Sie hat mir gesagt, dass auch ihr der Einstieg unheimlich schwer gefallen sei. Aber letztendlich sind wir jetzt wieder fit und freuen uns auf den Winter.

Nach den Olympischen Winterspielen in Vancouver gab es einen Umbruch im Team, weil Kati Wilhelm, Simone Hauswald und Martina Glagow zurückgetreten sind. Was hat sich dadurch verändert?

Eigentlich gar nicht so viel, wie wir alle gedacht haben. Wir selbst haben einen wahnsinnigen Umbruch erwartet, aber dem ist jetzt überhaupt nicht so. Wir sind eine Mannschaft, die sich schon lange kennt. Wir verstehen uns untereinander gut.

Wie macht sich das bemerkbar?

Vor dem Trainingslager in Muonio haben wir versucht, die Zimmer zu verteilen. Das sind Dreierzimmer, und die bekommen wir nicht aufgeteilt, denn eigentlich will jede mit jeder ins Zimmer gehen. Wir hatten eine Viererkonstellation, in der sich keine voneinander trennen wollte. Letztlich haben wir geknobelt. Das ist so ein Beispiel.

Uwe Müßiggang wurde zum Cheftrainer befördert, Ricco Groß kam als Trainer ins Frauenteam. Wie macht sich der Wechsel bemerkbar?

Sehr positiv. Mit Ricco fließen neue Dinge ins Training ein. Er ist wirklich sehr nah am Sportler dran, er geht im Training mit auf die Strecke und korrigiert dort vor Ort. Zum Beispiel sagt er: Das kannst Du technisch ein wenig anders machen. Als Sportler kommt man sich wirklich sehr gut betreut vor, weil er auch versucht, auf jeden individuell einzugehen.

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