Mainzer Kantersieg beim VfL Bochum
Bayern München vorzeitig Fußball-Meister

Der FC Bayern München ist zum 19. Mal deutscher Fußball-Meister. Die Mannschaft von Trainer Felix Magath sicherte sich den Titel drei Spieltage vor dem Bundesliga-Saisonende mit einem 4:0-Sieg beim 1. FC Kaiserslautern. Roy Makaay glänzte mit einem "Hattrick".

HB BERLIN. Schützenhilfe erhielten die Bayern am Samstag von Verfolger Schalke 04, der gegen Bayer Leverkusen nur zu einem 3:3-Unentschieden kam. Mit nunmehr elf Punkten Vorsprung auf Schalke sind die Bayern nicht mehr einzuholen.

Verlierer des Spieltages sind der VfB Stuttgart, der bei Borussia Mönchengladbach eine (0:2)-Niederlage hinnehmen musste, und Hertha BSC. Auch die Berliner konnten bei Hansa Rostock (1:2) nicht punkten. Stuttgart steht weiterhin auf dem dritten, Hertha rutschte auf den fünften Platz. Vorjahresmeister Werder Bremen ließ im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld nichts anbrennen und siegte 3:0.

Am Tabellenende musste sich der VfL Bochum mit 2:6 gegen Mainz 05 geschlagen geben. Der bereits abgestiegene SC Freiburg rang Borussia Dortmund ein 2:2 ab.

VfL Bochum - FSV Mainz 05 2:6 (1:1)

Ohne seinen gesperrten Torwart Rein van Duijnhoven musste der VfL Bochum gegen Mainz antreten und bereits in der sechsten Minute das erste Gegentor verkraften. Benjamin Auer ging allein auf Zweitkeeper Christian Vander zu und spielte ihn kurz hinter der Strafraumgrenze aus. Lange freuen konnten sich die Mainzer aber nicht, denn Vratislav Lokvenc glich bald aus (27.).

Die Hoffnung kam mit Michael Thurk zurück. Der Stürmer, der für Mainz in der vergangenen Saison den Aufstieg perfekt gemacht hatte, erzielte die erneute Führung (60.). Fabian Gerber (65.), da Silva (68.) und Weigelt (77.) und Connor Casey (84.) ließen die Bochumer nicht mehr zur Ruhe kommen und vollendeten den Kantersieg. Tommy Bechmanns Torin der 87. Minute war nicht einmal mehr Ergebnis-Korrektur.

SC Freiburg - Borussia Dortmund 2:2 (1:2)

Die bereits abgestiegenen Freiburger boten ihren Fans noch einmal ein hervorragendes Bundesliga-Heimspiel. In der elften Minute kämpfte sich Ellery Cairo in den Strafraum und bereitete per Rückpass das 1:0 durch Wilfried Sanou vor. Auch in der Folgezeit sahen die Zuschauer ein spannendes Spiel, doch Dortmund gewann die Oberhand. Der Ausgleich fiel in 37. Minute, als Ewerthon per Kopf traf. Auch Jan Koller ist mit dem Kopf am besten - er erhöhte auf 2:1 (40.). Soumaila Coulibaly konnte sechs Minuten vor dem Abpfiff auf 2:2 ausgleichen.

Werder Bremen - Arminia Bielefeld 3:0 (1:0)

Werder Bremen hätte nach einer halben Stunde beste Chancen auf die 1:0-Führung gehabt. Miroslav Klose war von Bielfelds Torwart Mathias Hain im Strafraum von den Füßen geholt worden - so sah es zumindest aus. Als der Schiedsrichter bei Klose nachfragte, gab der Stürmer fairerweise an, nicht gefoult worden zu sein. Dafür sorgte Ludovic Magnin für den ersten Werder-Treffer (44.). An seinem Geburtstag durfte sich Bremens Trainer Thomas Schaaf auch noch über Tim Borowski und Klose freuen, die zum 2:0 (53.) bzw. 3:0 (78.) einschossen.

FC Schalke 04 - Bayer 04 Leverkusen 3:3 (3:1)

Der Sieg über den deutschen Meister Werder Bremen am vergangenen Sonntag schien Bayer Leverkusen beflügelt zu haben. Trotz Bedrängnis gelang Paul Freier in der 23. Minute aus der Drehung heraus das erste Tor für Bayer. Einen platzierten Freistoß von Schalkes Lincoln konnte Jörg Butt sieben Minuten später aber nicht abwehren. Es dauerte weitere acht Minuten, da trat der Brasilianer erneut zum Freistoß an. Diesmal suchte er sich die andere Ecke - die linke - aus. Stürmer Ebbe Sand schien für die Schalker nach Flanke von Gerald Asamoah mit dem 3:1 alles klar gemacht zu haben (41.).

Doch Leverkusen steckte nicht auf. Dimitar Berbatow (56.) und Andrej Woronin (64.) holten sensationell auf 3:3 auf. Gerade als es für Bayer absolut nach Maß lief, erhielt Roque Junior die Rote Karte. Nur Sekunden vor Schluss vergab Mike Hanke die Chance zum Siegtreffer.

Hansa Rostock - Hertha BSC 2:1 (1:0)

Im eigenen Ostseestadion sind die abstiegsbedrohten Rostocker stark. Das bekam in der ersten Halbzeit auch Hertha BSC zu spüren. Nachdem das Spiel ganz im Sinne der Hausherren gelaufen war, krönte Tim Sebastian die gute Hälfte mit einem Tor. Den Schuss aus etwa 20 Metern Entfernung hätte Berlins Keeper Christian Fiedler eigentlich halten müssen. Rostocks Finne Jari Litmanen trug sich ebenfalls in die Torschützenliste ein - zum ersten Mal in dieser Saison, in der 70. Minute mit dem 2:0. Der Anschlusstreffer von Yildiray Bastürk (74.) kam zu spät.

Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart 2:0 (2:0)

Trainer Horst Köppel tut Mönchengladbach offensichtlich gut. Kompromisslos offensiv führte die Borussia bereits nach 24 Minuten 2:0. Treffer Nummer eins ging auf das Konto von Nationalstürmer Oliver Neuville (16.). Das zweite Tor erzielte Vaclav Sverkos, der einen verunglückten Torschuss von Bernd Thijs abstaubte.

Kaum war die Partie nach der Pause wieder angepfiffen, musste Fernando Meira vom Platz. Wegen Ball wegwerfens hatte ihm der Schiedsrichter die Gelbe Karte gezeigt, Meiras anschließendes Beifall klatschen hatte eine weitere Gelbe Karte und damit Gelb-Rot zur Folge.

1. FC Kaiserslautern - Bayern München 0:4 (0:2)

Bayern München sorgte auf dem Lauterer Betzenberg schnell für klare Verhältnisse. Aus dem offensiven Spielbeginn resultierte in der 19. Minute das 0:1 durch Michael Ballack. Roy Makaay hatte mit der Hacke vorgelegt. Der niederländische Nationalstürmer ließ es sich wenig später nicht nehmen, mit dem Kopf nachzulegen (35.).

Nach der Pause ging es genaus so weiter, wie der erste Durchgang geendet hatte: Diesmal schickte Owen Hargreaves Makaay mit einem langen Ball, der schob zum 0:3 ein (67.) und auch zum 0:4 (67.).

Hannover 96 - 1. FC Nürnberg

Trainer und Manager mögen sich nicht sonderlich in Hannover. Daran ändert auch nichts, dass beide unter der Woche nach dem x-ten Krisengipfel Arm in Arm vor die Presse traten. Klub-Präsident Martin Kind hatte wieder einmal einschreiten müssen und beide zu konstruktiver Zusammenarbeit aufgefordert. Hannover hat als Tabellen-Zwölfter durchaus noch Chancen, sich für den UI Cup zu qualifizieren. Dazu müsste aber ein Sieg gegen die Nürnberger gelingen.

Bei sechs Punkte Vorsprung auf den 15. Rang dürfen sich die Nürnberg noch nicht sicher fühlen. Mit einem Sieg könnten die Franken aber einen entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Trainer Wolfgang Wolf hat unter der Woche unmissverständlich klar gemacht, dass er einigen Akteuren eine Luftveränderung empfehlen wird - trotz gültiger Verträge. Auch in Nürnberg haben also längst die Planungen für die neue Saison begonnen.

VfL Wolfsburg - Hamburger SV (beide Sonntag, 17.30 Uhr)

Der VfL Wolfsburg hat sich alles ganz anders vorgestellt. Zu gern hätte man sich am Ende der Spielzeit auf einem Uefa-Cup-Platz wiedergefunden. Aber nach acht Niederlagen in der Rückrunde kann davon keine Rede mehr sein. Im Interview mit der Netzeitung betont Wolfsburgs Manager Thomas Strunz, wie wichtig nun zumindest die Qualifikation für den UI Cup sei. Alles andere wäre ein großer Image-Verlust für den Verein. Vom Spiel gegen den HSV erwartet Strunz nur eines: Drei Punkte.

Den einzigen Sieg der Hamburger in Wolfsburg gab's in der Saison 2001/2002 beim 1:0. Kurios: 1999/2000 und 2000/2001 trennte man sich zwei Mal in Folge 4:4. Nur mit einem Sieg bleibt der HSV an den Uefa-Cup-Plätzen dran und kann sich auch noch leise Hoffnungen auf einen Champions-League-Rang machen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%