Manöverkritik
Schümann: „Wir fangen wieder bei Null an"

Einen Tag nach der überraschenden Niederlage gegen das Team New Zealand stand bei der Alinghi Manöverkritik auf dem Programm. "Es gab keinen Grund, das Rennen aus der Hand zu geben", sagte Sportdirektor Jochen Schümann.

Manöverkritik statt hartem Training: Nach der überraschenden Niederlage im zweiten America's-Cup-Finale gegen das Team New Zealand blieb Titelverteidiger Alinghi am freien Montag an Land und nutzte die Zeit für ein Studium der Fernsehbilder. Die wichtigste Frage dabei: Wie konnte das passieren?

Schümann: "Wir hätten gewinnen müssen"

Über weite Strecken des Rennens sahen die Schweizer bereits wie der sichere Sieger aus. Dann aber wendete sich das Blatt, worüber sich Sportdirektor Jochen Schümann noch einen Tag später ärgerte: "Wir hätten gewinnen müssen. Es gab keinen Grund, das Rennen aus der Hand zu geben", meinte der dreimalige Olympiasieger aus Penzberg.

Die Schlüsselstelle war nach Ansicht Schümanns das Leetor. Dort können die Teams nach der Hälfte der Strecke zwischen zwei Wendemarken wählen. "Der Ursprung des Problems war, dass wir nicht die gleiche Boje gewählt haben", erklärte der 53-Jährige: "Ansonsten hätten wir weiterhin die Kontrolle gehabt."

"Kiwis" nutzten den Freiraum

So aber genossen die Neuseeländer freie Fahrt, holten in Windeseile auf und zogen wenig später an der Alinghi vorbei. "Wir haben das Rennen aus einer Führung verloren. Das ist nicht gut", lautete das Fazit Schümanns. Am Ende erreichte der Herausforderer stattliche 28 Sekunden vor dem Titelverteidiger das Ziel.

Den Kopf in den Sand stecken will das Team nun jedoch nicht. Vielmehr geht der Blick voraus: Schon am Dienstag (ab 15 Uhr) bietet sich im dritten Rennen die Gelegenheit, die Dinge wieder gerade zu rücken.. "Jetzt wird es spannend. Wir fangen wieder bei Null an", gab sich Schümann kämpferisch und fügte trotzig hinzu: "Niederlagen gehören dazu, wenn man Sieger sein will."

© SID

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