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sonstige Sportarten: Marcel Koller neuer Trainer in Bochum

Marcel Koller soll den VfL Bochum nach dem fünften Abstieg der Clubgeschichte zurück in die Fußball-Bundesliga führen.

Hoffnungsträger Quelle: dpa
Marcel Koller schaut im Mai nach einer Kölner Niederlage zu Boden. Quelle: dpa

dpa BOCHUM. Marcel Koller soll den VfL Bochum nach dem fünften Abstieg der Clubgeschichte zurück in die Fußball-Bundesliga führen.

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Der 44 Jahre alte Schweizer wurde in Bochum als Nachfolger von Cheftrainer Peter Neururer vorgestellt, von dem sich der VfL nach dreieinhalb Jahren getrennt hatte. Koller erhielt in Bochum einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2007. "Wir wollen gemeinsam den sofortigen Wiederaufstieg schaffen", sagte Koller bei seiner Präsentation. Die erste Übungseinheit zur Vorbereitung auf die Zweitliga-Saison wird Koller beim Trainingsauftakt am 27. Juni leiten. Zuvor werden ihn vor allem die Personalplanungen beschäftigen.

Koller ist vor gut einer Woche von den Bochumer kontaktiert worden. Danach nahm der Schweizer die Gespräche mit seinem früheren Arbeitgeber 1. FC Köln auf. Dort löste er am 20. Mai den ursprünglich bis 2006 datierten Vertrag auf. Bei den Rheinländern war der ehemalige Schweizer Nationalspieler (55 Länderspiele) im Juni 2004 nach sieben Monaten Tätigkeit entlassen worden, weil er die "Geißböcke" nicht vor dem Absturz in Zweitklassigkeit bewahren konnte.

Die VfL-Clubführung um den Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Altegoer ist dennoch von Kollers Qualitäten überzeugt. "Wir hatten eine lange Liste mit Kandidaten. Nach langen und intensiven Gesprächen in der vergangenen Woche sind wir von ihm überzeugt und glauben, den Wiederaufstieg mit ihm in Angriff nehmen zu können. Wir wissen, dass das schwer wird."

Koller plant in Bochum mit 22 Spielern, Handlungsbedarf sieht er vor allem im Mittelfeld. "Dort werden wir das ein oder andere tun müssen", sagte er. Fest steht, dass Vratislav Lokvenc den Club verlassen wird. Der lange Tscheche wird u.a. von Hertha BSC umworben. Christoph Preuß und Aleksander Knavs haben um ihre Freigabe gebeten. Dagegen stehen die Chancen auf einen Verbleib von Marcel Maltritz recht gut.

Offen ist noch, was mit Stürmer Peter Madsen passiert, der für eine festgeschriebene Ablösesumme von zwei Mill. Euro gehen könnte. "Wir werden uns in den kommenden Wochen mit dem Thema Neuverpflichtungen beschäftigen", kündigte der neue Chefcoach an, der zunächst mit den beiden Assistenten Frank Heinemann und Nicolas Michaty weiterarbeiten will.

Koller spielte 24 Jahre lang für Grashoppers Zürich und gewann in seiner aktiven Zeit zwölf Titel. Seine Trainerlaufbahn begann er 1997 beim FC Wil. Im Januar 1999 wechselte er zum FC St. Gallen. Während seiner dreijährigen Tätigkeit führte er St. Gallen zum Meistertitel und wechselte dann zu seinen Heimatverein nach Zürich. Mit den Grashoppers gewann Koller erneut die Schweizer Meisterschaft.

Seine erste Trainerstation im deutschen Profifußball war allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Den Abstieg der Kölner konnte der Coach im Vorjahr zwar nicht verhindern, immerhin aber wird ihm ein Händchen für Talente nachgesagt. So verhalf er seinerzeit beispielsweise dem jungen Lukas Podolski zum Bundesligadebüt. "Auch hier werde ich mir Amateur- und Jugendspiele anschauen", versprach Koller.

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