Martin Kaymer 25. der Weltrangliste
Profigolfer spielen um Rekordprämien

Auch ohne den verletzten Superstar Tiger Woods stehen die Golfprofis auf der Turnierserie der US-Profi-Organisation PGA vor einem Rekordjahr. Mit fast 287 Mio. Dollar Preisgeld bei rund 40 Turnieren gibt es für die etwa 200 Berufsspieler gut zehn Prozent mehr Prämien als noch im Jahr 2008.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Am meisten Geld bekommt der Sieger des Fedex-Cups: Ihm winken zehn Mio. Dollar. Diese Turnierserie wird am 27. September in Atlanta entschieden. Am Donnerstag begann die Saison beim Mercedes Championship auf Hawaii.

Auch die beiden für die US-Tour qualifizierten deutschen Spieler Martin Kaymer und Alexander Cejka steigen in wenigen Tagen in den Wettbewerb ein. Für den Auftakt bei dem mit 5,6 Mio. Dollar dotierten Turnier auf Hawaii sind die beiden allerdings nicht qualifiziert. Der 38 Jahre alte Cejka, der im vergangenen Jahr rund 894 000 Dollar an Preisgeldern gewonnen und sich damit die Spielberechtigung für 2009 gesichert hatte, nimmt erst in der kommenden Woche wieder an der US-Turnierserie teil.

Der 23 Jahre alte Kaymer ist nach einem starken Jahr mit Siegen in Abu Dhabi und München sowie einem gewonnen Preisgeld von 1,79 Mio. Euro auf der Europa-Tour auf Rang 25 der Weltrangliste geklettert. Auch in diesem Jahr legt er seinen Schwerpunkt bei der Turnierplanung wieder auf die Tour der europäischen Profi-Vereinigung: „Meine Heimat ist in Europa, ich will 2010 im Ryder Cup spielen“, sagte Kaymer. Am 15. Januar tritt er in Abu Dhabi an, um seinen Vorjahrestitel zu verteidigen.

Die europäische Turnierserie unter dem Namen „Race to Dubai“ umfasst mehr als 50 Wettbewerbe auf vier Kontinenten. Sie endet am 22. November mit der Dubai World Championship am Persischen Golf. Der Sieger bekommt allein zwei Mio. Dollar für den Tageserfolg. Dazu werden unter den besten 15 Spielern des höchstdotierten Einzel-Wettbewerbs weltweit weitere zehn Mio. Dollar verteilt.

Im vergangenen Jahr hatten 104 Golfprofis jeweils mehr als eine Mio. Dollar an Preisgeldern verdient. Am erfolgreichsten war der 45-jährige Fidschi-Insulaner Vijay Singh: Er strich rund 6,6 Mio. Dollar ein. Tiger Woods erspielte dagegen nur 5,78 Mio. Dollar. Allerdings war dieser lediglich bei sechs Turnieren gestartet, bis er wegen einer Kreuzband-Verletzung nach seinem Sieg bei den US Open am 15. Juni pausieren musste. Singh war 23 Mal angetreten.

Zum Vergleich: Die beiden weltbesten Tennisspieler Rafael Nadal (rund 6,8 Mio. Dollar) und Roger Federer (rund 5,9 Mio. Dollar) gewannen ähnlich hohe Summen, mussten aber weitaus mehr Reisen und Turnierstarts in Kauf nehmen.

Noch ist nicht klar, wann Woods – der seit zehn Jahren mit kurzer Unterbrechung die Weltrangliste anführt – wieder antreten wird. „Ich kann noch keine vollen Schläge spielen, keine Bälle mit den Eisen so kontrollieren, um sie treffgenau zu platzieren“, sagte der 33-Jährige. „Im Moment fühlt es sich großartig an, die Stabilität im Knie wieder zu haben.“ Woods hofft auf ein Comeback spätestens vor dem US-Masters im April. Dort möchte er den 15. Major-Titel seiner Karriere gewinnen.

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