Mayer-Vorfelder geht zum Gegenangriff über
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Der Streit zwischen dem DFB und Oddset eskaliert. Der Fußball-Verband bezweifelt mittlerweile öffentlich, dass der Sportwettenanbieter wie behauptet im Fall Hoyzer bereits im August Anzeige erstattet hat.

fmb/miro/tabu BERLIN. Gestern herrschte am Karolinenplatz 4 in München ganz besondere Hektik. Dort sitzt die Staatliche Lotterieverwaltung Bayern und damit auch der staatliche Wettanbieter Oddset. Und Oddset steht nun im Zusammenhang mit dem Wettskandal massiv unter Druck. Denn Gerhard Mayer-Vorfelder, einer der beiden Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), ging zum Gegenangriff über. "Mir kommen Zweifel, ob Oddset überhaupt die Kriminalpolizei eingeschaltet hat. Uns ist bis heute kein Aktenzeichen bekannt", sagt der DFB-Chef dem Fachblatt "Kicker".

Damit stellte er die Glaubwürdigkeit von Erwin Horak, dem Präsidenten der Staatlichen Lotterieverwaltung Bayern, in Frage. Horak hatte am 23. Januar öffentlich erklärt: "Wir haben im August beim Spiel Paderborn gegen Hamburg erhöhte Wetteinsätze vor allem in Berlin registriert." Der DFB sei informiert worden. Und: "Außerdem wurde die Polizei in Berlin eingeschaltet." Doch was bedeutet eingeschaltet? Wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet, wegen des Verdachts des Wettbetrugs? Sollte das gemeint sein, dann log Horak offenbar. Denn Michael Grunwald, der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Berlin, erklärte gestern: "Eine solche Anzeige ist uns nicht bekannt." Nach Informationen des "Tagesspiegel" hat die Staatsanwaltschaft in Berlin umfangreich im eigenen Haus recherchiert. Sogar an das Landeskriminalamt ging eine Anfrage. Aber auch von dort gab es nur die Auskunft: nichts gefunden. Auch von der Klassenlotterie Berlin, die mit Oddset zusammen arbeitet, ging nach derzeitigen Erkenntnissen keine Anzeige ein.

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