Mayweather gegen Pacquiao
Der teuerste Boxkampf aller Zeiten

Floyd Mayweather und Manny Pacquiao steigen Samstagnacht in den Ring. Ihr Kampf katapultiert das Boxen in eine neue Dimension – und beschert beiden nebenbei gigantische Einnahmen. Doch sportlich kommt das Duell zu spät.
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DüsseldorfDer 2. Mai 2015 wird in die Boxgeschichte eingehen. Es wird ein Kampf sein, dessen Auswirkungen dieser Sport womöglich über Jahre spüren wird. Wenn sich um 4:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit Floyd Mayweather und Manny Paqcuiao im Ring in Las Vegas gegenüberstehen, stoßen zwei der wohl besten Boxer ihrer Klasse aufeinander – und der reichsten.

Die Zahlen zum Fight:

  • Erwarteter Umsatz: über 400 Millionen Dollar.

  • Pay-Per-View-Preis für amerikanische Zuschauer: 99 Dollar.

  • Sky-Kunden in Deutschland müssen 20 Euro bezahlen.

  • Wer live dabei sein will, musste auf dem Sekundärmarkt mindestens 4149 Dollar für ein Ticket bezahlen.

  • Sitzplätze in der ersten Reihe werden derzeit teilweise für über 67.000 Dollar gehandelt.

Allein der Verkauf der 15.000 Eintrittskarten für das Duell der Weltergewichtler werde 74 Millionen Dollar (68 Millionen Euro) einbringen, sagte Promoter Bob Arum im ESPN-Interview. Der bisherige Rekord von gut 20 Millionen Dollar (18,4 Millionen Euro) aus Mayweathers Kampf 2013 gegen Saul Alvarez wird somit um ein Mehrfaches übertroffen. „Unglaublich. Es ist der Wahnsinn“, gibt sich Arum euphorisch.

Doch was den Boxkampf in neue Sphären katapultiert, ist die Kampfbörse. Weder Ali, noch Tyson, noch de la Hoya haben das auch nur im Entferntesten erreicht. Mayweather erhält 150 Millionen, Pacquiao 100 Millionen Dollar.

Das bedeutet: Innerhalb einer Runde fließen so insgesamt circa 20,8 Millionen Dollar an beide Boxer. Sollte der Kampf über zwölf Runden gehen, bekommt Mayweather knapp 70.000 Dollar pro Sekunde. Solche Zahlen hat es im Boxen noch nie gegeben.

Knapp zwei Wochen vor dem Fight ist das mediale Interesse in den USA daher bereits auf dem Höhepunkt. Die öffentlichen Trainingseinheiten werden genauso verfolgt wie jedes Wort der Boxer. Dabei ist auffallend wie zurückhaltend sich Floyd Mayweather äußert, der für gewöhnlich mit markigen Sprüchen um sich schlägt.

„Nein, ich genieße es nicht mehr so, wie ich es früher getan habe“, sagte der 38-Jährige. „Ich bin an einem Punkt, an dem es nur noch Geschäft ist. Es ist mein Job. Ich trainiere. Ich weiß, was ich zu tun habe“, sagte Mayweather, der 2014 der bestverdienende Sportler der Welt war.

Der Kampf gegen Pacquiao im Mai ist der fünfte von sechs Kämpfen, für die Mayweather mit dem TV-Sender Showtime einen Vertrag abgeschlossen hat. Bereits im September will er den sechsten und wohl letzten Fight bestreiten.

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