Medaillen für deutsches Team: Deutsche Olympiamannschaft plant Blitzstart

Medaillen für deutsches Team
Deutsche Olympiamannschaft plant Blitzstart

Gleich zu Beginn will die deutsche Olympiamannschaft in Turin viele Medaillen sammeln. Zum Auftakt "stehen einige unserer besonders starken Disziplinen auf dem Programm", sagte BL-Chef Ulrich Feldhoff.

Lange will die deutsche Olympiamannschaft bei den Winterspielen in Turin nicht auf die erste Medaille warten."Gleich zu Beginn stehen einige unserer besonders starken Disziplinen auf dem Programm. Es wäre schön, wenn wir das nutzen könnten, denn ein guter Start ist immer wichtig", sagte Ulrich Feldhoff, Chef des Bereichs Leistungssport, bei der Auftaktpressekonferenz des Nationalen Olympischen Komitees. Dabei dachte er vor allem an die Biathlon- und Langlauf-Männer, die Eisschnelllauf-Frauen und Rodler Georg Hackl.

"Das Traum-Ergebnis von Salt Lake City mit 36 Medaillen ist nicht zu wiederholen", sagte Feldhoff und rückte damit die Erwartungen zurecht: "Nur im günstigsten Fall sind wir ganz vorn. Die Spitzen-Nationen sind sehr eng zusammengerückt. Wenn wir mit 24 Medaillen nach Hause fahren, wäre ich der glücklichste Mann von Turin." Selbst, wenn das wie 2002 "nur" Platz zwei hinter Norwegen bedeuten würde, weil bei nüchterner Analyse die Skandinavier die Nase vorn haben müssten.

BL-Chef hofft auf "zwischen 14 und 29 Medaillen"

Doch "zwischen 24 und 29 Medaillen" sollten es laut dem BL-Chef schon sein: "Sie sind das beste Argument gegenüber der Politik." Für 2007 stehe ein schwieriger Bundeshaushalt bevor. Ohne Erfolge werde es der Sport schwer haben, finanzielle Kürzungen zu vermeiden.

"Voll auf den Sport konzentriert", so Chef de Mission Klaus Steinbach, will man ungeachtet des noch schwelenden Falles Steuer in die Wettkämpfe gehen: "Unsere Ausgangsposition ist extrem gut, die Stimmung im Team hervorragend, die Mischung zwischen Routiniers und jungen Talenten stimmt."

Seine sechsten Spiele bestreitet Georg Hackl, dem Steinbach am Wochenende einen Überraschungscoup zutraut: "Der Schorsch ist diesmal zwar nicht Favorit, aber er hat eine Riesenchance. Die Bahn liegt ihm, und die anderen haben doch alle Angst, sobald sie ihn sehen." Die ganze Mannschaft sei "hoch motiviert". Selbst Jenny Tamas, mit 16 Jahren das "Nesthäkchen" unter den 161 Athleten, träumt von Bronze im Frauen-Eishockey: "Das Match gegen Finnland am Samstag ist schon ein Schlüsselspiel."

Zur stärksten Konkurrenz neben Norwegen zählt Feldhoff Kanada: "Die haben sich schon im Hinblick auf die nächsten Winterspiele 2010 in Vancouver mit einem enormen finanziellen Aufwand vorbereitet. Sie können ähnlich wie China in Athen weit nach vorn rücken." Russland und die USA dürften die "großen Fünf" komplettieren.

Steinbach lobt Konzept der Wintersportverbände

Dass sich Deutschland bei Winterspielen weiter so gut behaupten kann, schreibt Feldhoff "der Konzentration auf wenige Stützpunkte" zu, während sich viele Sommersportverbände verzetteln würden: "Bei den Wintersportverbänden stimmt das Konzept, wie die Ergebnisse der letzten Wochen wieder bestätigen."

Ein zweiter Grund ist laut Steinbach, dass 61 Prozent aller deutschen Starter in Turin von Bundeswehr (45 Prozent), Zoll oder Bundespolizei kommen: "Das sind hervorragende Rahmenbedingungen."

Der Fall Steuer war zwei Tage vor der Eröffnungsfeier nur mehr ein Randthema: "Wir behandeln ihn ganz normal, Extrawürste gibt es nicht. Aber wir gehen natürlich in die Berufung. Denn es kann nicht sein, dass Gerichte künftig Olympiamannschaften nominieren."

© SID

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