Medaillensammler: Olympia-Rekorde für Aamodt und Kostelic

Medaillensammler
Olympia-Rekorde für Aamodt und Kostelic

Viermal Olympiagold - fast im Gleichschritt holten sich der Norweger Kjetil-Andre Aamodt und die Kroatin Janica Kostelic den olympischen Rekord. Doch unterschiedlicher hätten die beiden Ausnahmeathleten mit ihrem Triumph nicht umgehen können.

HB TURIN. Kjetil-Andre Aamodt freute sich wie ein Schneekönig, die kränkelnde Janica Kostelic ließ das vierte Gold hingegen kalt. Nach ihrem Triumph in der alpinen Kombination weigerte sie sich beharrlich, Freude zu zeigen. "Gold ist da, um gewonnen zu werden. Das ist eine normale Sache für mich", kommentierte die 24-Jährige fast schon gelangweilt ihren vierten Olympiasieg vor der Österreicherin Marlies Schild und der Schwedin Anja Pärson. Ihren Start im Super-G sagte Kostelic ab. Die folgende Verschiebung des Rennens wegen einer Schlecht-Wetterfront auf Montag bescherte ihr dann aber doch noch eine weitere Medaillenchance.

Ski-König Aamodt freute sich dagegen riesig über seinen Super-G-Sieg, und darüber Hermann Maier bezwungen zu haben. Sein viertes Gold will er hüten wie einen Schatz, denn der Norweger ist aus Schaden klug geworden. Seine vor dem Super-G-Erfolg am Sonntag gewonnenen 19 WM- und Olympia- Medaillen wurden bei einem Einbruch ins Haus von Aamodt Senior geklaut. "Meinem Vater werde ich das Gold sicher nicht geben", sagte der erfolgreichste Medaillensammler der alpinen Ski-Geschichte mit seinem typischen Grinsen. Zuvor hatte er schon über den Diebstahl gescherzt: "Mein Vater wollte die Medaillen auch einmal zu Hause haben, da habe ich sie ihm gegeben. Zwei Tage später waren sie weg. Vielleicht hat er sie verkauft, denn wenig später stand ein Porsche vor der Tür." Mittlerweile hat sich der 34-Jährige Duplikate besorgt. "Es sind die Erinnerung, die zählen."

Später als Großvater will er die Medaillen seinen Enkeln zeigen. Doch das wird noch dauern, denn Tochter Carmen wurde gerade erst geboren. Obwohl er mehr Zeit mit der Familie verbringen will, denkt der Mann, den sie in der Heimat "Baby-Hai" rufen, nicht an das Ende der Karriere. "Es wäre zwar ein guter Zeitpunkt, aber das wäre auch schon vor vier Jahren so gewesen." Mit einem Augenzwinkern in Richtung Maier sagte er: "Hermann und ich kämpfen auch 2014 noch um Gold."

"Es ist ein unglaubliches Gefühl wieder Gold gewonnen zu haben und mit Hermann Maier den größten Super-G-Fahrer aller Zeiten hinter sich gelassen zu haben", jubelte der Norweger nach seinem Erfolg vor dem Österreicher. Als Dritter setzte Ambrosi Hoffmann mit der dritten Alpin-Medaille für die Schweiz die Erfolgsgeschichte der vor den Winterspielen in Turin schon belächelten Eidgenossen fort.

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