Medienberichte
Brehme wird Co-Trainer - Trapattoni denkt an Figo

Nach dem Coup mit Trainer Giovanni Trapattoni denkt der VfB Stuttgart laut Informationen der "Stuttgarter Zeitung" über die Verpflichtung eines weiteren Weltstars nach. Der Fußball-Bundesligist will Luis Figo von Real Madrid an den Neckar holen, schreibt das Blatt.

dpa STUTTGART. Das Personalkarussell beim VfB Stuttgart dreht sich immer schneller: Eine Woche nach dem Coup mit Trainer Giovanni Trapattoni gab der Verein die bevorstehende Verpflichtung von Weltmeister Andreas Brehme als Co-Trainer bekannt.

Zudem denkt der schwäbische Fußball-Bundesligist laut Informationen der "Stuttgarter Zeitung" über die Verpflichtung von Luis Figo nach. Trapattoni erwägt, den Weltstar von Real Madrid an den Neckar zu holen, schreibt das Blatt. Der 32-jährige Portugiese könnte Alexander Hleb ersetzen, dessen Wechsel zu Arsenal London immer wahrscheinlicher wird. "In den nächsten Tagen wird der Transfer über die Bühne gehen", zitieren die "Stuttgarter Nachrichten" Arsenal-Trainer Arsène Wenger.

Zu beiden Personalien hielt sich der VfB bedeckt und verkündete stattdessen, dass Brehme neuer Stuttgarter Co-Trainer wird. "Letzte Woche hat Giovanni mich angerufen, und wir haben schon viel gesprochen. Ich komme mit guten Gefühlen. Der VfB ist eine gute Mannschaft und Giovanni ein sensationeller Trainer", sagte Brehme der dpa. Mit dem 44 Jahre alten Weltmeister von 1990 müssen nur noch letzte Details wie die Vertragsdauer geklärt werden. Brehme soll am Montag beim Auftakttraining den neuen Trainer Giovanni Trapattoni unterstützen.

Unter dem Italiener hatte 86-malige Nationalspieler drei Jahre bei Inter Mailand gespielt und erfüllte damit die VfB-Bedingung, dass der "Co" sowohl deutsch als auch italienisch spricht. Bislang war Brehme in der Bundesliga als Cheftrainer beim 1. FC Kaiserslautern tätig. Am 11. April war er bei Zweitligist Spvgg Unterhaching zurückgetreten.

In Sachen Figo ließ sich der VfB nicht aus der Defensive locken und verweigerte jede Stellungnahme zu den ausufernden Transfer-Spekulationen. "In den Medien werden täglich neue Namen ins Spiel gebracht, und wir werden auch weiterhin nicht jeden Namen kommentieren", sagte VfB-Pressesprecher Oliver Schraft.

Figo hatte bei Real Madrid Anfang des Monats trotz eines bis 2006 laufenden Vertrages die Freigabe für einen neuen Verein erhalten. Der Mittelfeldstar will bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland unbedingt für Portugal spielen und hatte Anfang Juni beim 2:0 gegen die Slowakei sein Comeback in der Nationalmannschaft gefeiert. Angeblich soll Real bereits signalisiert haben, Figo auch ablösefrei gehen zu lassen.

Unklar ist, ob Figo bereit wäre, sein Gehalt auf eine für die Bundesliga und insbesondere für den VfB machbare Summe zu reduzieren. Zudem haben die Schwaben finanzkräftige Konkurrenz. Spanischen Medienberichten zufolge haben auch der englische Premier-League-Club Newcastle United, der FC Valencia sowie Inter Mailand und Champions- League-Sieger FC Liverpool ihr Interesse an Figo bekundet.

Voraussetzung für den spektakulären Wechsel wäre jedoch der Transfer von Alexander Hleb zu Arsenal London. Der englische Vizemeister und Pokalsieger hat Medienberichten zufolge sein Angebot für den Weißrussen auf etwa 15 Mill. Euro erhöht.

Arsenal-Trainer Arsène Wenger scheint fest mit dem 24-Jährigen zu rechnen. "Alexander Hleb wird es schwer bei uns haben, denn die Konkurrenz bei uns ist groß. Dazu rücken viele junge Spieler nach", sagte er den "Stuttgarter Nachrichten". Er traue ihm aber zu, "dass er es bei uns packt". Hlebs Berater Uli Ferber lehnte jeden Kommentar ab und sagte der dpa: "Ich habe seit über einer Woche weder Kontakt mit Arsenal noch mit dem VfB gehabt."

Bis zum Trainingsauftakt am Montag will der VfB die Personalie Hleb geklärt haben. "Wir brauchen Planungssicherheit", sagte Manager Herbert Briem. Unklar ist auch noch die Nachfolge des für etwa sieben Mill. Euro Ablöse zu Schalke 04 abgewanderten Kevin Kuranyi. Die Ablösesumme für den Schweizer Alexander Frei (Stades Rennes) dürfte hoch ausfallen. Zudem ist die Vorliebe Trapattonis für italienische Spieler bekannt: Während seiner Trainerzeit beim FC Bayern München holte "Trap" Stürmer Ruggiero Rizzitelli nach Deutschland.

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