Michael Schumacher
Bangen um ein Idol

Bei einem Skiunfall hat sich Michael Schumacher eine schwere Kopfverletzung zugezogen. Nach Aussagen seiner Ärzte ist sein Zustand „kritisch“. Fans und Wegbegleiter bangen um den ehemaligen Formel-1-Weltmeister.
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Düsseldorf/GrenobleFormel-1-Fans bangen um Michael Schumacher. Der Rekordweltmeister hat sich am Sonntag bei einem Skiunfall in Frankreich lebensgefährlich verletzt. Nach Angaben der behandelnden Ärzte wurde er mit einem „Kopftrauma im Koma“ in ein Krankenhaus im französischen Grenoble gebracht. Sein Zustand sei „kritisch“.

Um 11 Uhr will die Klinik der ehemaligen Olympia-Stadt in einer Pressekonferenz die Öffentlichkeit über Schumachers Zustand informieren. Zunächst hatte es am Sonntagmittag geheißen, er habe vielleicht eine Gehirnerschütterung, aber keine schwere.

Das Unglück ereignete sich an der französischen Skistation Meribel. Nach Angaben des Skistation-Leiters Christophe Gernignon-Lecomte prallte Schumacher um 11.07 Uhr gegen einen Felsen. Er habe einen Helm getragen und sei noch bei Bewusstsein gewesen, als Ersthelfer eingetroffen seien, hieß es. Seine Managerin bestätigte, dass er auf den Kopf gefallen sei. Acht Minuten später waren laut Gernignon-Lecomte bereits die ersten Rettungskräfte vor Ort. Mit Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma wurde der Ex-Rennfahrer in eine Klinik in Moutiers gebracht. Der Skistation-Leiter beschrieb Schumacher als „geschockt, ein bisschen durchgeschüttelt, aber bei Bewusstsein“.

Doch der Zustand verschlechterte sich offenbar. Zur Weiterbehandlung wurde der 44-Jährige, der am 3. Januar Geburtstag hat, in ein Krankenhaus in Grenoble gebracht. Bei seiner Einlieferung um 12.40 Uhr litt Schumacher an einem „Kopftrauma mit Koma“. Sein Zustand habe „umgehend eine neurochirurgische Behandlung“ erfordert, teilten die Ärzte in einer Pressekonferenz mit. Schumacher musste sofort notoperiert werden.

Nach stundenlangem Bangen um den Gesundheitszustand von Michael Schumacher nahm die Sorge um den verunglückten Schumacher am Abend dramatische Züge an. Dem TV-Sender BFMTV zufolge erlitt er fünf Tage vor seinem 45. Geburtstag nach seinem Sturz auf Skiern eine Hirnblutung. Die französische Regionalzeitung „Le Dauphiné Libéré“ berichtete, der Gesundheitszustand Schumachers habe sich verschlechtert, die Prognose sei inzwischen ernsthaft.

Vom Krankenhaus selbst gab es lange Zeit keine Informationen über Schumachers Zustand. Klinikdirektor Jean-Marc Grenier hatte zunächst lediglich bestätigt, dass sich der mehrmalige Weltmeister am Kopf verletzt habe. Schumachers Managerin Sabine Kehm hatte in einem ersten Statement betont: „Wir bitten um Verständnis, dass wir über seinen Gesundheitszustand keine fortlaufenden Informationen abgeben können.“

Vor dem Krankenhaus in Grenoble wurden umgehend Absperrungen aufgebaut, immer mehr Fans des siebenmaligen Weltmeisters waren im Verlauf des Tages dorthin geströmt. Später traf unter großem Polizeiaufgebot Professor Gérard Saillant ein – er hat Schumacher schon nach seinem schwersten Formel-1-Unfall vor etwa 14 Jahren operiert. Schumachers Frau Corinna und seine beiden Kinder wachen am Krankenbett des 44-Jährigen.

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„Gott segne dich, Michael“

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  • Ich wünsche Schumi nur alles Gute und das er ohne Spätfolgen wieder gesund wird.

  • Erstmal gute Besserung und alles Gute Schumi und Familie.
    Was aber in dem Zusammenhing hier wieder einmal gequatscht wird, ist zum Haareraufen:
    1) Auch abseits der Piste Skifahren in Gottes gegebener Natur, das ist nichts Verwerfliches, aber eben Skifahren auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Das sollte doch eigentlich noch immer der Standard sein, oder will der wohlstandsverdummte Michel sein ganzes Leben permanent in fremde Verantwortung geben und dafür ebenso permanent Versicherungsprämien zahlen?
    2) Wenn sich Schumi bessere ärztliche Versorgung angedeihen lässt, wird er dafür auch entsprechend mehr bezahlen. Der gemeine Michel will das nicht, nein, er schreit und sucht permanent nach Verbilligung und schreit dann noch lauter auf, wenn er dafür konsequenterweise auch weniger bekommt.
    Welche schizophrene, degenerierte Gesellschaft!!!

  • Sehr gut zusammengefasster Kommentar von "Krankenschein". Sie dürfen halt nicht in D leben. Mein Bruder wurde seinerzeit in Zürich (1995) am Gehirn operiert wegen einer schweren Nervenerkrankung. Er wurde durch den weltweit führenden Neurochirurgen, einen Japaner, an der Uniklinik Zürich geheilt. Dass es eine weltweite Koriphäe war zeigte die Tatsache, dass der Scheich von Saudi Arabien mit 42 Haremfrauen in gelbem schwingendem Umhang aus Riad nach Zürich eingeflogen wurde, die ihn ständig bewachten. Es war, so mein Bruder, ein herrliches Bühnenschauspiel. In Deutschland: Fehlanzeige.

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