Michael Uhrmann in Lillehammer auf Rang fünf
Ahonen gewinnt vorzeitig den Skisprung-Weltcup

Dank eines vierten Platzes beim Weltcup-Skispringen in Lillehammer hat der Finne Janne Ahonen am Freitag seine herausragende Saison mit dem vorzeitigen Gewinn des Gesamt-Weltcups gekrönt.

HB LILLEHAMMER. Janne Ahonen verzog keine Miene, schulterte seine Ski und stapfte ohne Jubelpose von dannen. Der Vierschanzentourneesieger und Weltmeister von der Großschanze liegt vor den abschließenden drei Wettbewerben mit 1648 Punkten uneinholbar vor dem Norweger Roar Ljökelsöy (1278) und wiederholte damit seinen Triumph aus dem Vorjahr.

Sein Landsmann Matti Hautamäki feierte mit 281,3 Punkten für Sprünge auf 131 und 135 Meter den vierten Weltcupsieg in Serie, Michael Uhrmann (Rastbüchl) bescherte den deutschen Springern mit Rang fünf ein Top-Resultat. "Ich bin nicht so weit weg von der Spitze. Es wäre schön, wenn ich nächstes Jahr ein paar Mal auf das Podest springen könnte", sagte der Bayer nach Sprüngen von 130 und 127 Meter.

Die anderen deutschen Springer kamen erneut nicht über das Mittelmaß hinaus. Michael Neumayer (15.), Georg Späth (16.), Martin Schmitt (19.) und Stephan Hocke (21.) hatten mit dem Ausgang des Wettkampfes nichts zu tun. "Ich wünsche mir, dass der Knoten mal platzt. Aber in der Vorbereitung lief so viel verkehrt, dass jetzt einfach nicht mehr drin ist", sagte Schmitt.

Ahonen hatte mit dem Schanzenrekord von 137 Meter im ersten Durchgang für das Highlight gesorgt und war als Führender ins Finale gegangen. Dort landete er nur bei 122,5 m und fiel hinter die Norweger Sigurd Pettersen und Lars Bystöl auf Rang vier zurück. "Beim ersten Sprung hatte ich Glück mit dem Wind. Ich habe einige technische Probleme und bin nicht so traurig, dass ich hier nicht gewonnen habe. Entscheidend ist der Gesamtsieg", sagte Ahonen.

Der Auto-Fan, der im Sommer Dragster-Rennen fährt, sorgte in diesem Winter für Superlative. Zwölf Weltcupsiege in einer Saison schaffte bisher noch niemand, sechs Erfolge in Serie sind genauso Rekord. Mit nunmehr drei Tournee-Erfolgen liegt er zudem nur noch knapp hinter Rekordhalter Jens Weißflog (4). "Ich freue mich über diesen Erfolg, aber am Wichtigsten ist mir der WM-Titel", sagte Ahonen, der bei den Titelkämpfen in Oberstdorf erstmals Gold von der Großschanze geholt hatte.

"Er springt auf einem höheren Level als früher Matti Nykänen. Matti ist zwar der größte Springer, aber Janne der beste, den es jemals gab", hatte Norwegens finnischer Coach Mika Kojonkoski seinem Landsmann schon nach dessen Vierschanzentourneesieg höchste Anerkennung gezollt. Diesem Ruf wurde Ahonen mit dem souveränen Gewinn der großen Kristallkugel erneut gerecht.

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