Mike Tyson
Interview mit dem „bösesten Menschen auf dem Planeten“

Mike Tyson gehört zu den besten Boxern aller Zeiten. Kraft, Schnelligkeit und Aggressivität zeichneten ihn aus. Nun erscheint seine Autobiografie, in der er auch von den Schattenseiten seines Lebens erzählt.
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Las VegasSie legen gerade Ihre Autobiographie eines sehr interessanten Lebens vor. Gibt es irgendetwas, das Sie richtig bereuen?

Ach nein. So ist nun mal das Leben, dass nicht immer alles so läuft, wie man will. Aber es war mein Leben und es war gut. Ich will nicht zurückschauen. Was passiert ist, ist passiert.

Sie haben sich selbst einmal den „bösesten Menschen auf dem Planeten“ genannt. Muss man wirklich so schlecht sein, um ein guter Profiboxer zu sein?

Nein, ganz bestimmt nicht. Ich habe das damals auch nur gesagt, weil ich etwas verdeutlichen wollte: Es gibt niemanden, der mir in den Hintern treten kann! Aber das gilt ganz sicher nicht grundsätzlich für den Boxsport. Aber dieses Zitat verfolgt mich seit damals.

Wenn man Sie kämpfen sah, sah es manchmal aber wirklich so aus, als ob Sie ihre Gegner hassen. Braucht man Hass, um ein Weltklasseboxer zu sein?

Ich weiß nicht, ich glaube das ist mehr ein Klischee. Bei mir war es aber natürlich auch ein Image, das aufgebaut wurde. Das war Psychologie: Der andere sollte denken, dass ich ihn hasse, dass ich ihn töten will und dass jeder Schlag sein Ende sein kann. Er sollte das glauben, aber für mich war es nur Leidenschaft.

Sie sind jetzt selbst Boxpromoter - genau wie ihre früherer Promoter Don King. Was unterscheidet sie von Don King?

Ich bin nicht Don King, wir sind zwei ganz unterschiedliche Leute. Belassen wir's einfach dabei. Wir sind zwei wirklich unterschiedliche Leute.

Sie haben selbst einmal gesagt, dass Boxen Sie zum schlechten Menschen gemacht habe. Wollen Sie jetzt andere Menschen zu schlechten Menschen machen?

Nein, wirklich nicht. Ich glaube aber auch nicht mehr, das Boxen einen Menschen zu einem schlechten Menschen machen kann. Entweder ist er es vorher oder er ist es hinterher auch nicht. Aber das Letzte, was ich will, ist, Menschen zu schlechten Menschen zu machen.

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„Bei den besten Boxern macht das Körperliche zehn Prozent aus“

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