sonstige Sportarten
Millionen-Jagd beginnt heute in Paris

Wenn heute die achte Saison der Golden League in Paris beginnt, kämpfen die Leichtathleten in zwölf Disziplinen um Gold. Dabei könnte der chinesische Olympiasieger Liu Xiang zum Hauptdarsteller des Events avancieren.

Die Jagd auf die Million wird heute Abend (20.30 Uhr/live bei Eurosport) in Paris zum achten Mal eröffnet. In zwölf Disziplinen kämpfen die Leichtathletik-Asse zum Auftakt der Golden League um den ersten Sieg. Nur wer sechsmal gewinnt, erhält das Preisgeld von einer Million Dollar. Dabei hofft die achte Saison der Golden League auf die Spannungsmomente, die ihr in den letzten Jahren oft fehlten. Dafür sorgen soll vor allem ein knapp 22 Jahre alter Chinese namens Liu Xiang, der 2004 bei Olympia in Weltrekordzeit (12,91 Sekunden) zum 110-m-Hürden-Gold stürmte. Xiang kann zum Hauptdarsteller einer Weltrekordjagd werden, die sich zum Dauerbrenner entwickeln dürfte.

Duell zwischen Liu und Doucoure sorgt für Vorfreude

Das Aufeinandertreffen von Liu mit dem viermaligen Weltmeister und Atlanta-Olympiasieger Allen Johnson (USA/34) sowie dem jungen französischen Hallen-Europameister Ladji Doucoure (22) ist ein Höhepunkt der Serie, die sich bereits vor dem Beginn selbst feiert. "Wir werden hier das Beste vom Besten erleben, was unsere Sportart zu bieten hat", sagt Lamine Diack, Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes Iaaf und bekräftigt trotz massiver öffentlicher Kritik am Modus: "An der Grundidee der Golden League muss nichts geändert werden."

In Paris, Rom (8. Juli), Oslo (29. Juli), Zürich (19. August), Brüssel (26. August) und zum Abschluss im Berliner Olympiastadion (4. September) wird es um die Million in Gold gehen, die bislang stets gewonnen wurde, zuletzt durch die Olympiasieger Christian Olsson (Dreisprung/Schweden) und Tonique Williams-Darling (400m/Bahamas).

In zwölf Disziplinen geht es ums Gold

Zwölf Disziplinen sind 2005 Teil des Programms. Neben den 100m bei Männern und Frauen und den 110m Hürden der Männer gehören die 800m (M/F), die 3 000 oder 5000m (M/F), die 1500m oder die Meile (M), der Hochsprung (M), der Speerwurf (M), die 400m Hürden (F) und der Dreisprung (F) dazu. Der Männer-Sprint findet indes schon in Paris ohne seine Stars statt. Olympiasieger Justin Gatlin (USA) fehlt genauso wie der neue Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika). Beide steigen erst in Rom in die Serie ein und scheinen kein Interesse am Jackpot zu haben.

Deutsche Athleten sind im Stade de France wegen der einen Tag später beginnenden DM in Wattenscheid nur vereinzelt anzutreffen. So etwa Speerwerfer Peter Esenwein (Kornwestheim) und 6-m-Stabartist Tim Lobinger (Köln). Doch seine Disziplin zählt nicht zum Golden-League-Programm.

Während das Interesse der Athleten von Disziplin zu Disziplin wechselhaft ist, ging es bei den Zuschauer-Zahlen stetig berauf. Drei Veranstaltungen waren 2004 ausverkauft, die riesigen Arenen in Berlin und Paris zudem gut gefüllt. Nur Rom machte Sorgen. "Die Golden League ist in den Austragungsorten mittlerweile ein gesellschaftliches Ereignis geworden", erklärt Lamine Diack.

Neuer Zuschauerrekord in Paris

2005 wird ebenfalls viel versprechend beginnen. Über 70 000 Besucher werden am Freitag in Paris erwartet - so viel wie nie zuvor. Die Stadt will die Chance nutzen, um sich fünf Tage vor der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) über den Austragungsort der Olympischen Spiele 2012 noch einmal von ihrer besten Seite zu präsentieren und Punkte gegenüber London sammeln, das zusammen mit Paris bei der Abstimmung in Singapur als Favorit gilt.

© SID

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