Millionen-Poker um Hleb
VfB noch ohne Trainer

Die Entscheidung über einen neuen Trainer beim VfB Stuttgart zieht sich weiter in die Länge und der Millionen-Poker um einen Wechsel von Alexander Hleb ist eröffnet.

dpa STUTTGART. Die Entscheidung über einen neuen Trainer beim VfB Stuttgart zieht sich weiter in die Länge und der Millionen-Poker um einen Wechsel von Alexander Hleb ist eröffnet.

Trotz eines bis 2008 laufenden Vertrages ohne Ausstiegsklausel könnte sich der schwäbische Fußball-Bundesligist bei einer entsprechenden Ablösesumme vorstellen, seinen weißrussischen Mittelfeldspieler nach England ziehen zu lassen. "Wir warten, bis ein konkretes Angebot da ist und schauen, wo tatsächlich die Schmerzgrenze liegt", sagte VfB-Manager Herbert Briem in der SWR-Sendung "Sport im Dritten". Englischen Zeitungsberichten zufolge bietet Arsenal London zwölf Mill. Euro für Hleb, an dem nach Informationen des "Kicker" nun auch der FC Chelsea interessiert sein soll.

"Es ist eine 50:50-Situation, dass Alex in Stuttgart bleibt", sagte Hlebs Manager Uli Ferber. Er dementierte jedoch, dass sich der 24-Jährige bereits mit Arsenal-Vertretern getroffen habe. Ferber drängt aber auf eine schnelle Entscheidung: "Die Kuh muss vom Eis. Alex ruft täglich an und fragt nach dem neuen Trainer. Er will endlich wissen, woran er ist", sagte Ferber der "Bild-Zeitung".

Auf der Suche nach einem Nachfolger für Matthias Sammer strebt der VfB nach Angaben von Briem "eine zeitnahe Entscheidung" an. Die Gespräche mit den Trainerkandidaten sind abgeschlossen, nun folgt die vereinsinterne Analyse. Neben bereits länger gehandelten Trainern wie dem Österreicher Walter Schachner (Grazer AK), Trond Sollied (FC Brügge) und Wolfgang Wolf (1. FC Nürnberg) stehen auch der ehemalige Co-Trainer Krassimir Balakow sowie Giovanni Trapattoni im Kurs.

Der 66-jährige Italiener ist nach seinem Engagement bei Benfica Lissabon derzeit ohne Verein. Einen Zeitungsbericht, wonach die Verpflichtung Trapattonis bereits an diesem Dienstag auf einer Pressekonferenz verkündet werden sollte, dementierte ein VfB-Sprecher: "Da ist absolut nichts dran. Es ist noch keine Trainer- Entscheidung gefallen." Zwar wäre Trapattoni wohl die mit Abstand teuerste Lösung, doch der ehemalige Trainer des FC Bayern München könnte sich eine Rückkehr in die Bundesliga vorstellen. "Stuttgart? Eine sehr schöne Stadt, eine sehr gute Mannschaft...", wird "Trap" in "Bild" zitiert.

Top-Kandidat für die Nachfolge des zu Schalke 04 abgewanderten Kevin Kuranyi ist der Schweizer Nationalstürmer Alexander Frei. Dank der etwa sieben Mill. Euro Ablösesumme für Kuranyi könnte der VfB Frei aus seinem bis 2006 laufenden Vertrags bei Stade Rennes herauskaufen. Der 26-Jährige wurde in der französischen Liga Torschützenkönig.

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