Mindestens sechs Fahrer sind ärgste Herausforderer: Schumacher: "Das wird ein schwieriges Jahr"

Mindestens sechs Fahrer sind ärgste Herausforderer
Schumacher: "Das wird ein schwieriges Jahr"

Seinen ersten Sieg hat Weltmeister Michael Schumacher schon vor dem Start in die Formel-1-Saison gefeiert. Am Strand von St. Kilda in Melbourne spielte er am Donnerstag mit den australischen Olympiasiegerinnen Natalie Cook und Kerri Pottharst Beachvolleyball und gewann mit seinem Team gegen die Mannschaft seines Ferrari-Kollegen Rubens Barrichello.

HB MELBOURNE. Nach dem Willen seiner Herausforderer soll es eines der letzten Erfolgserlebnisse für den siebenmaligen Champion in diesem Jahr gewesen sein. Nach fünf Titeln in Serie will ein halbes Dutzend Fahrer Schumacher endlich das Verlieren lehren. "Das wird ein schwieriges Jahr", weiß der Ferrari-Pilot.

"Ferrari war lange Zeit an der Spitze, so kann es nicht weitergehen", verkündete der Vorjahres-Dritte und BAR-Honda-Fahrer Jenson Button vor dem ersten Großen Preis der Saison am Sonntag (4.00 Uhr MEZ/RTL und Premiere) in Melbourne. Er ist allerdings der einzige, der seine Ansprüche so laut anmeldete. Der 25-Jährige, der noch keinen Grand-Prix-Sieg eingefahren hat, hält sich schon jetzt für mindestens so stark wie Schumacher. Doch in den Wintertests zählte Button mit dem neuen "BAR 007" nicht zu den Besten.

Anders ist die Situation bei McLaren-Mercedes mit der wohl stärksten Fahrer-Kombination: Die Silberpfeile bewiesen mit dem MP4- 20 in der Vorbereitung, dass nach der durchwachsenen Saison 2004 wieder mit ihnen zu rechnen ist. Doch laute Töne sind von Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya nicht zu hören. "Ich hoffe, das wird mein Jahr", sagt der Finne Räikkönen zu seinen Ambitionen. Beim Kolumbianer Juan-Pablo Montoya hat der der Wechsel von Williams-BMW zu McLaren-Mercedes neue Motivation freigesetzt. "Er hat einige Kilo abgenommen, hat härter trainiert und ist fitter", stellte McLaren - Chef Ron Dennis fest.

Vor allem Renault schätzt Schumacher nach den Wintertests hoch ein. Eine Favoritenrolle lehnt der Spanier Fernando Alonso aber ab: "Es ist schwierig, Rückschlüsse aus den Testfahrten zu ziehen." Sein Teamchef Flavio Briatore ist da anderer Meinung. Er erwartet von dem 23-Jährigen große Dinge: "In diesem Jahr sollte er sein wahres Gesicht zeigen, das ist Pflicht." Der Italiener Giancarlo Fisichella macht sich im fortgeschrittenen Rennfahrer-Alter von 32 Jahren erstmals ernsthaft WM-Hoffnungen: "Ich habe zum ersten Mal ein Auto, mit dem ich um den Titel mitfahren kann."

Schumachers Teamkollege Barrichello hat seine Hoffnungen, irgendwann einmal vor dem Rekordweltmeister zu stehen, noch immer nicht begraben. "Der Tag, an dem ich das Gefühl habe, dass Michael nicht zu schlagen ist, werde ich nach Hause gehen und bei meiner Familie bleiben", sagte der Brasilianer. "Der Abstand ist im Verlauf der Jahre dramatisch geschrumpft."

Die beiden anderen deutschen Fahrer zählen derzeit nicht zum Kreis der Schumacher-Herausforderer. Nick Heidfeld und Ralf Schumacher geben in Melbourne bei ihren neuen Teams BMW-Williams und Toyota ihren Einstand. Für Ralf Schumacher wäre ein Platz zwischen sechs und zehn in der Qualifikation ein guter Start in das neue Jahr. "Wenn wir das erreicht haben, dann hätten wir eine gute Voraussetzung für das Rennen", sagte er. Podiumsplätze für sein Team hält er erst zur Saisonmitte für realistisch. Heidfeld, der vom schwachen Jordan- Rennstall zu Williams-BMW gekommen war, vermied konkrete Vorhersagen. "Die Erwartungen sind sicher höher", meinte er. "Aber ich versuche, den Druck von außen nicht an mich herankommen zu lassen."

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