Mit 55 Jahren
Handball-Legende Wunderlich gestorben

Als Handball-Nationalspieler wurde Erhard Wunderlich Weltmeister, Olympia-Zweiter und vieles mehr. Sogar zum „Handballer des Jahrhunderts“ wurde der Spieler des VfL Gummersbach gekürt. Er starb am Donnerstag.
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Der frühere deutsche Handball-Nationalspieler Erhard Wunderlich ist tot. Das bestätigte der ehemalige Bundestrainer Heiner Brand am Donnerstagabend der Nachrichtenagentur dpa. „Ich bin sehr betroffen“, sagte Brand. Wunderlich wurde 55 Jahre alt.

Gemeinsam mit Brand gewann der 140-malige Nationalspieler 1978 den WM-Titel. 1999 wurde Wunderlich zum Handballer des Jahrhunderts in Deutschland gewählt. Zu den größten Erfolgen des „Sepp“ genannten 2,04 Meter großen Rückraumspielers zählten neben dem Sieg bei der Weltmeisterschaft 1978 die olympische Silbermedaille 1984, vier Europapokalsiege, die Europameisterschaft für Vereinsmannschaften, zwei deutsche Meistertitel und vier deutsche Pokalsiege.

Alle seine großen nationalen und internationalen Titel gewann er mit dem VfL Gummersbach. „Er hat gekämpft wie ein Löwe“, sagte seine zweite Ehefrau Pia der Kölner Zeitung „Express“ (Freitag). In einem Kölner Krankenhaus erlag Wunderlich am Donnerstagmorgen seinem Krebsleiden. Beerdigt wird er in seiner Heimat Augsburg.

Dort spielte er bis 1976 und wurde bei einem Freundschaftsspiel gegen Gummersbach von Eugen Haas entdeckt und sofort für die Oberbergischen verpflichtet. Die weiteren Stationen nach Gummersbach hießen CF Barcelona und der TSV Milbertshofen.

In den Jahren 1981 und 1982 wurde er in Deutschland zum Handballer des Jahres gewählt. Mit nur 21 Jahren hatte er bei der WM 1978 großen Anteil am Titelgewinn. „Ich bin schockiert und tief betroffen. Das ist eine Katastrophe“, sagte der damalige Bundestrainer Vlado Stenzel dem „Express“. „Für mich war Erhard einer der großen Handballstars der Welt.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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