Mit dem Bus zur Tour de France
Holczer lobt neuen Mannschaftsbus und sich selbst

Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer ist stolz auf den neuen Mannschaftsbus des Rennstalls aus der Eifel. "Mit unserem spielen wir jetzt in der Champions League mit", so Holczer über das 500 000 Euro teure Gefährt.

Der Chef des Gerolsteiner-Teams, Hans-Michael Holczer, hat sich begeistert von dem neuen Mannschaftsbus des Rennstalls aus der Eifel gezeigt. "Die Busse sind Statussymbole der Mannschaften. Und mit unserem spielen wir jetzt in der Champions League mit", sagt Holczer voller Stolz.

Das neue Aushängeschild hat sich das Mineralwasser-Team einiges kosten lassen: "Mit allen Extras 500 000 Euro - rund die Hälfte mehr als für die Standardausführung", berichtet Holczer. Für die Auswahl der Karosse sowie des Interieurs hat sich der 52-Jährige reichlich Zeit gelassen: "Ich habe mir wochenlang verschiedene Busse und Inneneinrichtungen angesehen, bevor ich mich entschieden habe. Da steckt jede Menge Gehirnschmalz von mir drin."

Ledersessel für jeden Fahrer

Die Liebe zum Detail fängt schon bei den Sitzplätzen an. So hat jeder Fahrer seinen eigenen komfortablen Polstersessel - aus Leder, versteht sich. Der jeweilige Name ist in die Kopfstütze eingestickt. Unter den Sitzen sind Stauräume für Verpflegung, vom Energie-Riegel bis zum eingeschweißten Croissant. "Die Spezialität ist Reiskuchen. Den haben wir immer dabei", so Holczer.

Mehr Leckereien gibt es weiter hinten im Bereich Kochnische, Kaffeevollautomat und Kühlschrank. Zusätzlich ließ Holczer neun Spindfächer einbauen - für jeden Fahrer eins. "Früher purzelten zum Beispiel die Helme ständig durch den Bus. Jetzt kann jeder sein Zeug selbst verstauen."

Profis sparen Zeit beim Duschen

Geschickt eingepasst ist auch der Hygienebereich, der immerhin zwei Toiletten und zwei Duschen umfasst. So können die Radprofis nach den Etappen sofort unter die Brause springen. Ein Vorteil vor allem dann, wenn die Strecke ins Hotel länger ist. "Das spart später Zeit und die Fahrer kommen dann früher zur Massage und zum Essen", erklärt Holczer.

Das Herzstück versteckt sich im hintersten Teil des Fahrzeugs. Dort hat der Teamchef einen Besprechungsraum einrichten lassen, der Platz für alle Fahrer und die sportliche Leitung bietet. In die Wand sind zwei Videoscreens eingelassen, ein DVD-Player soll Holczers Traum erfüllen, "den Fahrern künftig bei der Taktik-Besprechung die Besonderheiten der Etappe in einem kurzen Film präsentieren zu können". Mit Videos von einigen Zielpassagen hat das Team in diesem Jahr schon angefangen.

E-Werk für 36 000 Euro

Den Strom für die Technik liefert ein Aggregat, das 30 Kilowatt Energie pro Stunde produziert. "Allein dieses kleine E-Werk hat 36 000 Euro gekostet", verrät Busfahrer Andreas Meyer, der das 380 PS starke, zwölf Meter lange und vier Meter hohe Gefährt steuert. Zwischen den Etappen ist er ein gefragter Mann: "Mit unserer Power können wir hier und da helfen. Ein belgisches Fernsehteam ist schon zu mir gekommen, um für ihre Sendung unser Aggregat anzuzapfen."

© SID

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