Mittermaier in Turin Leiterin des olympischen Jugendlagers: Von der „Gold-Rosi“ zur Herbergsmutter

Mittermaier in Turin Leiterin des olympischen Jugendlagers
Von der „Gold-Rosi“ zur Herbergsmutter

Vor 30 Jahren wurde Rosi Mittermaier quasi über Nacht zum Star der Olympischen Winterspiele in Innsbruck. Dieses Jahr in Turin ist sie erneut am Start - wenn auch in etwas anderer Funktion: Als Leiterin des olympischen Jugendlagers will der ehemalige Ski-Star dazu beitragen, Fair-Play und Toleranz nach außen zu tragen.

HB TURIN. Ihre Olympiasiege versetzten Deutschland in einen kaum für möglich gehaltenen Freudentaumel. Auch 30 Jahre danach braucht es für ein Gespräch mit Rosi Mittermaier vor allem eins: Zeit. Ein Autogramm hier, ein gemeinsames Foto da, dazu immer ein nettes Wort. Die weiterhin ungebrochenen Sympathiebekundungen hängen nicht allein mit dem 8. Februar 1976 zusammen. "Ich erinnere mich schon an alles ganz genau", sagt Rosi Mittermaier über ihre erste von zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck und lacht in der ihr eigenen unbeschwerten Art.

Es passte zum Leben der damals 25-Jährigen, dass beim Abfahrtsrennen in der Axamer Lizum die Sonne schien. "Es war ein wunderschöner Sonntag. Und die Strecke war auf mich zugeschnitten", erinnert sich Rosi Mittermaier. Drei Tage nach Gold in der Abfahrt triumphierte die Läuferin von der Winklmoosalm bei Reit im Winkl auch im Slalom. Ein dritter Erfolg im Riesenslalom kam auch wegen der fast an Hysterie grenzenden Verehrung der Massen nicht zu Stande. Weil sie fürchtete, nicht mehr unbehelligt aus dem Zielraum zu entkommen, verzichtete sie auf die Besichtigung des letzten Pistenabschnittes und holte durch einen Fehler auf den letzten Metern "nur" Silber.

Es gab keinen, der ihr die Sternstunden bei ihren dritten Winterspielen nicht gegönnt hätte, denn Rosi Mittermaier hatte sich stets auch über Erfolge ihrer Konkurrentinnen gefreut. "Das ist eigentlich die schönste Erinnerung: Dass wir alle einen unheimlichen Zusammenhalt hatten", sagt sie. "Dann ist es auch wurscht, ob eine Hundertstel hinten oder vorn. Es geht darum, was der Sport einem bietet."

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