Moderner Fünfkampf WM
Drei deutsche Herren im Finale dabei

Bei den Weltmeisterschaften der Modernen Fünfkämpfer in Berlin haben sich drei der vier deutschen Starter für den Endkampf qualifiziert. Lokalmatador Eric Walther musste für seinen Platz im Finale aber hart kämpfen.

Die deutsche Bilanz bei den Weltmeisterschaften der Modernen Fünfkämpfer in Berlin kann sich sehen lassen: Drei der vier Starter haben sich für das Finale qualifizerit. Lokalmatador Eric Walther benötigte dazu allerdings einen wahren Kraftakt beim abschließenden 3000m-Lauf. Der 32 Jahre alte Champion von 2003 stürmte in seinem Halbfinale von Platz 20 noch auf Rang neun vor und qualifizierte sich mit 4 304 Punkten knapp für den Endkampf der besten 36 Athleten am Sonntag.

Auch Sebastian Dietz (Berlin/4. Platz) und Ex-Junioren-Weltmeister Steffen Gebhardt (Bensheim/8.) sicherten sich in ihren späteren Qualifikationsgruppen das Finalticket und nährten damit Hoffnungen auf eine Medaille im Teamwettbewerb. Lediglich Sascha Vetter (Berlin) schied vorzeitig aus.

Bundestrainer Zlatanov übt Kritik

"Ich habe mein Herz in beide Hände genommen und bin alles oder nichts gelaufen", sagte Walther. Kurz nach seinem Zieleinlauf nahm ihn Klaus Schormann, Präsident des nationalen und des Weltverbandes, in die Arme. "Mir ist ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Ohne Eric im Finale hätte sich die Begeisterung der WM in den nächsten Tagen sicher in Grenzen gehalten", meinte Schormann.

Bundestrainer Iri Zlatanov bemängelte jedoch: "Wenn Eric im Kampf um Gold ein Wörtchen mitreden will, muss er in den technischen Disziplinen viel stabiler werden." Zlatanov hat beim deutschen Meister eine erhöhte Nervosität ausgemacht: "Vielleicht hat er die Erwartungshaltung ein wenig unterschätzt. Starker Druck kann sich vor allem in den technischen Disziplinen negativ auswirken."

Alle Athleten fangen wieder bei Null an

Walther hatte sowohl beim Fechten (764 Punkte), wo er lediglich 14 seiner 31 Duelle gewann, als auch beim Schießen (964) mit nur 169 Ringen Nerven gezeigt. Lediglich in seiner Parade-Disziplin Schwimmen über 200m-Freistil (1 340) und später beim Laufen (1 236) überzeugte der Weltranglistensiebte. In den Halbfinals wurde auf die Disziplin Reiten verzichtet. Im Finale fangen alle Athleten wieder bei Null an.

Bereits am Donnerstag waren Lena Schöneborn (Bonn), Eva Trautmann (Darmstadt) sowie Janine Kohlmann (Neuss) bei den Frauen ins Finale am Samstag eingezogen. Am Montag (Frauen) und Dienstag (Männer) stehen die Staffel-Wettbewerbe auf dem Programm.

© SID

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