Möglicher DEB-Team Gegner
Österreich zittert vor Abstieg

Der WM-Gastgeber Österreich hat einen miserablen Start ins Turnier hingelegt. Nach der 5:0 Blamage gegen Weißrussland macht sich jetzt Abstiegspanik breit.Ganz Österreich fürchtet ein Deja-vu Erlebnis.

HB WIEN. Nur neun Jahre nach dem letzten sportlichen Abstieg bei der Heim-WM in Wien droht den Österreichern vor eigenem Publikum der erneute Sturz in die B-WM. Nach dem 0:5-Debakel gegen WM-Aufsteiger Weißrussland steht das Team um den früheren DEL-Profi Dieter Kalt erstmals seit 2000 wieder in der Abstiegsrunde.

"Österreich lief im Wiener Teich auf Grund", urteilte die Zeitung "Der Standard" und schimpfte auf das immer noch viel zu weiche, wässrige Eis. Die "Kronen-Zeitung" blickte schon Richtung Innsbruck, wo am kommenden Sonntag um 12.15 Uhr im schlimmsten Fall schon der Sturz in die Zweitklassigkeit passieren könnte. Einen "High Noon am Muttertag", prophezeite das Blatt am Dienstag.

Österreich beschwört bereits den "Geist von Cordoba". Kaum war klar, dass es zum Start der Abstiegsrunde am Freitag in Wien zu einem Duell zwischen den Gastgebern und dem DEB-Team kommen könnte, erinnerten die ersten österreichischen Journalisten an den legendären 3:2-Erfolg über den großen Nachbarn bei der Fußball-WM 1978 in Argentinien.

"Bei uns gibt es keine Panik", beteuerte Trainer Herbert Pöck nach der sportlichen Bankrotterklärung vor 8000 entsetzten Zuschauern in der Wiener Stadthalle und lobte den Gegner in den höchsten Tönen: "Von den Weißrussen wird man bei diesem Turnier noch einiges hören." Zum Auftakt der Relegationsrunde könnte der WM-Gastgeber, der im Vorjahr noch mit einem 4:4 gegen Weltmeister Kanada für Aufsehen gesorgt hatte, am Freitag (16.15 Uhr) in Wien auf den Erzrivalen Deutschland treffen. "Das wäre ein netter Auftakt", meinte Pöck am Montagabend. "Aber egal, ob es Deutschland wäre oder die Schweiz - es wird sehr, sehr hart. Wenn man sich unsere Basis anschaut, ist es sowieso ein Wunder, wo wir stehen."

Doch darüber wollte sich Pöck, der mit seinem Team bei den vergangenen beiden WM-Turnieren jeweils in der Zwischenrunde gegen die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) verloren hatte (1: 5, 1:3), noch keine Gedanken machen. "Gegen wen wir spielen, ist egal, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht", sagte der Coach, war sich aber sicher: "Da werden wir auf kein solches Kaliber wie Weißrussland treffen." Das DEB-Team hatte den Aufsteiger in der Vorbereitung allerdings 4:1 besiegt.

In der Abstiegsrunde, in der Pöck auch seinen aus den USA eingeflogenen Sohn Thomas einsetzen kann, muss Österreich zumindest Zweiter werden, um den Klassenerhalt zu schaffen. "Jetzt wird es hart und anstrengend", prophezeite Verbandschef Dieter Kalt senior. Gegen Weißrussland hatte das Pöck-Team vor allem Michail Grabowsky nicht in den Griff bekommen, der mit vier Toren der Matchwinner war.

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