Möthes Mischung
Alles außer Fußball

In Cardiff findet am Samstag ein Fußballspiel statt. Aber hier spricht niemand von Ronaldo. Stattdessen: unbeugsame Gallier in Paris und Düsseldorf. Das Sport-Wochenende – präsentiert von Handelsblatt 10.
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DüsseldorfChampions ... was? Wir reden in dieser Woche hier nicht über Fußball. Demonstrativ. Wir erwähnen nicht, auch nicht am Rande, dass Real und Juve sich in Cardiff um den Henkelpott kloppen und Gigi Buffon allein die Zeile „der alte Mann und das Mehr“ verdient gehabt hätte. Jetzt, wo der Torhüter im Alter von 39 Jahren zum dritten und womöglich letzten Mal im Champions-League-Finale steht. Das alles schreiben wir ausdrücklich nicht! Das würde ja wirken, als litten wir keine Woche nach dem Bundesligafinale schon an Fußballentzug.

Nein, stattdessen geht es um ein bisschen Randsport. Tennis zum Beispiel, wo sich die French Open zum sandgewordenen Albtraum für die deutschen Stars entwickelt haben. Die Weltranglistenerste Angelique Kerber scheiterte sang- und klanglos in Runde eins, Alexander Zverev, gerade noch in Rom Turniersieger gegen Djokovic, folgte gleich nach. Doch es gibt noch eine unbeugsame deutsche Gallierin, und sie schwingt das Racket mit dem Mut der besten Saison ihres bisherigen Lebens. Carina Witthöft ist die letzte Deutsche im Stade Roland Garros und trifft am Samstag auf Karolina Pliskova, Nummer zwei der Welt. Witthöft könnte mit einem krassen Außenseitersieg sogar dafür sorgen, dass Pliskova in der Weltrangliste nicht an Kerber vorbeizieht.

Vorbeigezogen ist auch die Tischtennis-WM in Düsseldorf schon fast. Und hier hält ebenfalls noch eine deutsche Spielerin die Fahne hoch: Petrissa Solja spielt im Mixed mit dem Chinesen Fang Bo, und sie spielt erfolgreich. Am Samstagmorgen geht es im Halbfinale gegen ein japanisches Doppel, Bronze ist damit sicher. Das Finale folgt später am Tag. Wer sich darüber hinaus noch mit US-Sport die Nächte um die Ohren hauen möchte: In den USA wird zwischen den Nashville Predators und den Pittsburgh Penguins die bedeutendste Vereinstrophäe der Eishockeywelt ausgespielt: der Stanley Cup. Bei den Penguins eigentlich dabei, aber derzeit verletzt: Tom Kühnhackl. Auch beim Eishockey gilt also: Pittsburgh statt Paris. Bei 30 Grad Außentemperatur kann auch hier in mit viel Aufwand gekühlten Arenen der Klimaschutz mit Kufen getreten werden.

Dieser Artikel ist exklusiv in der Smartphone-App Handelsblatt 10 erschienen, die jeden Tag mit 10 Autorenstücken die wichtigsten Themen des Tages zusammenfasst. An jedem Freitag präsentieren wir Ihnen die Höhepunkte des kommenden Sportwochenendes. Was Handelsblatt 10 sonst noch alles zu bieten hat, erfahren Sie hier.

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